Theater

Der einsame Weg


Schnitzlers "Der einsame Weg" erweitert das Künstlerdrama zum sozialkritischen Gesellschaftsporträt. Mit feiner Melancholie entwirft er ein Tableau, das geprägt ist vom Ringen um Karriere und Ziel, begleitet von Lebenslüge und Selbstbetrug.

Gemeinsam haben sie ihre Jugend verbracht, sich für die Zukunft die kühnsten Erfolge ausgemalt, ihre Hoffnungen hoch gesteckt. Doch die Jugend ist lange vorbei, die Künstlerträume ausgeträumt, die Realität, das Alter und die Krankheit ständige Begleiter.

Nach Jahren begegnen sie sich nun wieder: der Maler Julian Fichtner, Stephan von Sala, der seine Offizierslaufbahn zugunsten der Schriftstellerei aufgegeben hat, und Wegrat, inzwischen Akademieprofessor, mit seiner Frau Gabriele sowie die Schauspielerin Irene Herms.

Doch nicht nur die gemeinsamen Hoffnungen und Träume von früher verbinden sie, auch verdrängte Affären und unerfüllte Lieben. Vergangenheiten, die im Dunkeln liegen und sie einholen: Das Verdrängte macht auch vor der nächsten Generation nicht halt. Wegrats Kinder Felix und Johanna geraten in die Verstrickungen von Sehnsüchten, Träumen und Verletzungen.


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