Theater

Der eindimensionale Mensch wird 50


Ein Konzert-Theater mit Stadlober, Spechtl, Ebermann, Schreuf

1964 erschien Herbert Marcuses systemkritische Schrift Der eindimensionale Mensch, mit der der Soziologe die Idee von der großen Verweigerung entwarf und nicht zuletzt die 68er-Bewegung inspirierte.

Nun machen sich der Autor Thomas Ebermann und Andreas Spechtl, Kopf der Diskurspopband Ja, Panik, gemeinsam mit dem Schauspieler und Musiker Robert Stadlober sowie mit Kristof Schreuf, dem ehemaligen Frontmann der Band Kolossale Jugend, auf, um den vor 50 Jahren erschienenen „Klassiker“ des Widerstands in einem Konzert-Theater auf seine Gültigkeit zu prüfen.

Das Quartett verspricht einen Abend inszenierter Disharmonie mit Songs, die auf Passagen aus Der eindimensionale Mensch basieren. Dabei rezitieren, dialogisieren und streiten sie, was das Zeug hält. Sie geben sich der Hoffnung hin, dass der Traum von der großen Verweigerung noch nicht ausgeträumt ist. Selbst Marcuse zeichnete Anfang der 1970er-Jahre in seinem Essay Versuch über die Befreiung einen Ausweg aus der „Hölle der Gesellschaft im Überfluss“.

Mit Thomas Ebermann, Kristof Schreuf, Robert Stadlober, Andreas Spechtl Bühne und Kostüm Astrid Noventa Dramaturgie Miriam Schmidt

Eine Koproduktion von steirischer herbst und Polittbüro Hamburg. Mit freundlicher Unterstützung vom Musicboard Berlin.


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