Theater

Schaubühne Wien - Der Bockerer



1938. Fleischhauer Karl Bockerer schert sich nicht um Politik. Er will nur „seine Ruh“- mit Familie, Kartenspiel und Wein. Doch bald muss er feststellen, dass seine beschauliche Welt gehörig ins Wanken gerät, denn der aufkeimende Nationalsozialismus trägt seine giftige Saat mitten in seine Familie.

DER BOCKERER
von Ulrich Becher und Peter Preses




  1. Fleischhauer Karl Bockerer schert sich nicht um Politik. Er will nur „seine Ruh“- mit Familie, Kartenspiel und Wein. Doch bald muss er feststellen, dass seine beschauliche Welt gehörig ins Wanken gerät, denn der aufkeimende Nationalsozialismus trägt seine giftige Saat mitten in seine Familie.



Der Sohn wird Mitglied der SA, die Gattin gefällt sich als glühende Hitlerverehrerin.

Als die Nazis ihm dann auch noch seinen jüdischen Tarockpartner Rosenblatt vertreiben, beginnt er sich auf seine Art zu wehren: mit einer Mischung aus Naivität, Humor und Bauernschläue.

Das Bühnenstück "Der Bockerer" von Ulrich Becher und Peter Preses konnte über den deutschen Sprachraum hinaus große Erfolge feiern und wurde in der Filmversion von Franz Antel - der die Titelrolle mit Karl Merkatz besetzte - für die Oscar-Nominierung vorgeschlagen.

Sogar in Peking und Shanghai wurde das Stück aufgeführt.

Der "Bockerer" sollte einen einfachen Menschen symbolisieren, mit seinen Vorzügen, seinen Schwächen, seiner Leidenschaft für Gerechtigkeit und seiner grundsoliden Anständigkeit. Ihm und den ersten Jahren in einem wiedererstandenen Österreich sollte ein Denkmal gesetzt werden.

Gerade heute 2016, über 70 Jahre nach Kriegsende, eine Zeit, die uns durch die Wiedererstarkung von Radikalismus, Krieg und Flüchtlingsproblematik alles wieder unmittelbar vor Augen geführt hat, ist dieses Stück, trotz seines wunderbaren Humors von erstaunlicher Aktualität!

Schauspiel von Ulrich Becher und Peter Preses, Aufführung Schaubühne Wien, Regie: Markus Strahl, Besetzung: Rudi Larsen, Stephan Paryla-Raky, David Miesmer, Irene Budischowsky, Leila Strahl, Anke Zisak, Sebastian Blechinger, Martin Gesslbauer, Johannnes Kaiser und Gregor Viilukas