Theater

Der Bau



«Der Bau» ist eine Parabel über die Gesellschaft, die permanent Risiken schafft, in dem sie diese zu verhindern sucht. Wie in allen Erzählungen Kafkas treiben die Konsequenzen ihres Handelns und Denkens die Wesen, Tiere, Menschen, Männer unerbittlich vor sich her, meist verlassen von jeglichem Realitätssinn.

Kafkas Erzählung «Der Bau» ist das Protokoll einer unterirdischen Welt, in der Glück und Paranoia eng verschwistert sind. Er beschreibt eine Art Menschentier, eben ein kafkaeskes, denkendes Tier. Das Wesen lebt in einem gedanklichen Kreuzzug, im permanenten Ausnahmezustand, gerichtet gegen die Außenwelt, gegen mögliche Eindringlinge. Das kleinste Geräusch ist Maximal-Stress für den Erschaffer.

„Lodernder Blick, rußgeschwärztes Antlitz, fettige Haare und zu Krallen verunstaltete Hände: So steht Max Simonischek im Solostück Der Bau (…) auf der Bühne, als dem Wahn anheim gefallenes Menschentier. (…) Wenn er in der Erde wühlt, röchelt, sich die Haare rauft, wird Simonischek eins mit Kafkas Erzählung.“ Neue Zürcher Zeitung

  • So., 11.12.2016

    20:00 - 21:00

    • Vestibül
  • Mo., 19.12.2016

    20:00 - 21:00

    • Vestibül