Theater

Der Ansager einer Stripteasenummer gibt nicht auf


„Guten Abend, meine Damen und Herren, Sie sehen hier diesen gewöhnlichen Holzstuhl; er ist das einzige Requisit für den wohl letzten klassischen Striptease auf deutschem Boden, den anzusagen man sich nicht genieren muss. Uns alle erwartet eine Person, die es weder nötig hat, das Datum ihrer Geburt, noch den eigenen Namen zu ändern, die Sie getrost so nennen können, wie ihr Taufschein es vorsieht, nämlich Andrea, wobei ich mir, als ständiger Begleiter, auch erlaube, Andreas zu sagen…“

Ein Conférencier betritt die Bühne und wartet mit dem Publikum auf die angebetete Künstlerin, doch die will partout nicht erscheinen. Der Thüringer Schauspieler Robert Gregor Kühn nimmt das Publikum mit auf einen packenden Parforceritt zwischen Komik und Tragik, Größenwahn und seelischer Entblößung, Slapstick und voyeuristischer Nabelschau. Das tragikomische Ein-Personen-Stück stellt Fragen nach der Relevanz geschlechtlicher Zuordnungen in der Gesellschaft, der Wirkung der Zurschaustellung des Körpers und lässt den Zuschauer an einem wahren Striptease teilhaben.

Mit: Robert Gregor Kühn
Dramaturgie und Regie: Jörn Mensching
Kostüm: Sabrina Reuschl


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