Theater

Der Alpenkönig und der Menschenfeind


Im Jahr 1828 gelingt Ferdinand Raimund mit diesem „romantisch-komischen Zauberspiel“ sein dramaturgisches Meisterwerk.

Die Geisterwelt des Alpenkönigs greift in das Familiengeschick des reichen Gutsherrn Rappelkopf auf eine spannende Weise ein und lenkt schließlich alles zum Guten.

Denn Rappelkopf ist nach manch schlechter Erfahrung in seinem Leben zum griesgrämigen Menschenfeind geworden. Zum vierten Mal verheiratet, tyrannisiert er nicht nur seine Frau und das Personal, er verweigert auch seiner Tochter die Heirat mit dem geliebten Maler. Rappelkopf verlässt sein Haus und flieht in den Wald, nachdem er von der Vermutung besessen ist, dass ihn seine Frau durch den Diener Habakuk umbringen lassen will.

Raimund erweist sich als dichterischer Vorläufer der Psychotherapie, wie er die Heilung des gemütskranken Rappelkopf durch das Doppelgänger-Auftreten des Alpenkönigs schildert.
Für den Zuschauer bietet das „Zaubermärchen“ viele heiter-komische Situationen, nicht nur durch die Zornausbrüche der Hauptgestalten, sondern auch durch das berühmt komödiantische Dienerpaar. Einen Höhepunkt bildet auch die Szene in der Köhlerhütte, realistisch und doch romantisch, wie es eben nur ein Dichter wie Raimund zu schreiben versteht.

Ferdinand Raimund war immer wieder Gast in Reichenau. Das schroffe Hochgebirge der Rax hat ihn im Vergleich zum milden Gutenstein immer sehr beeindruckt.
Die Festspiele Reichenau hatten bisher „Der Bauer als Millionär“ (2000) und „Alpenkönig und Menschenfeind“ (1998) auf dem Spielplan.

Romantisch-komisches Original-Zauberspiel
mit Musik nach Wenzel Müller

Besetzung:

Astragalus, der Alpenkönig Sascha O. Weis
Alpengeist Rainer Friedrichsen
Herr von Rappelkopf August Schmölzer
Malchen, seine Tochter Alina Fritsch
Sophie, seine Frau Emese Fay
Herr von Silberkern, Sophies Bruder Christoph Zadra
August Dorn, Maler Florian Graf
Habakuk, Bedienter bei Rappelkopf Nicolaus Hagg
Lischen, Kammermädchen von Malchen Johanna Arrouas
Bediente und Köhlerszene Tanina Beess, Maria Schuchter u.a.

Regie: Michael Gampe
Bühne: Peter Loidolt
Kostüme: Caterina Czepek
Licht: Lukas Kaltenbäck
Musik: Helmut Stippich


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