Theater

Der 13. Gesang der Hölle


Doppelstück als Paraphrase auf Dante Alighieri und eine Waldinstallation im Stadion. In seinen beiden Stücken „Der 13. Gesang der Hölle – Außengesang“ und „Der 13. Gesang der Hölle – Innengesang“ bedient Autor und Regisseur Peter Wagner das Theater einerseits auf zwei Ebenen, wie sie inszenatorisch und ästhetisch nicht unterschiedlicher sein könnten....

Der „Außengesang“ findet insgesamt drei Mal im Wörthersee-Stadion statt und versteht sich als ein „gewaltig rollendes Hörspiel mit optischem Support“, eingefügt in das riesige Ambiente eines Stadionovals und die dort errichtete Installation FOR FOREST von Klaus Littmann. Die Textzitate, sporadisch eingestreut in den sonstigen Hörspiel- und Musik-Stream, stammen aus Dante Alighieris „Inferno“ und werden durch Textzitate aus dem „Innengesang“ von Peter Wagner ergänzt. Die Live-Musik im „Außengesang“ steuert, wie auch im „Innengesang“, das Wiener Glasharmonika Duo mit seinen teils ätherisch schwebenden, teils infernalisch schreienden Klängen bei. Ergänzt wird die Musik aber auch u.a. durch eine Rammstein-Nummer oder Songkompositionen des Autors Peter Wagner selbst.

Der „Innengesang“ findet sieben Mal am klagenfurter ensemble in der TheaterHALLE 11 statt. Dieser Text wurde von Peter Wagner nach einer metaphorischen Vorgabe von Dante Alighieri verfasst, nämlich dem titelgebenden 13. Gesang. In ihm sind die Seelen der Selbstmörder und Verschwender in Bäumen und Gestrüpp eingekerkert. Peter Wagner übersetzt die Gefangenschaft verzweifelter, aber auch hypertroph mit den Ressourcen ihrer selbst und der Gegenwart verfahrender Menschen, die auf diese oder jene Weise Selbstmord begehen oder begangen haben, in die Gegenwart und erzählt damit von der zunehmenden Entfremdung des modernen Menschen von seinen Wurzeln.


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