Oper · Klassik

Demofonte


Von den ersten acht Opern Christoph Willibald Glucks aus seiner Mailänder Zeit hat sich nur eine einzige Ipermestra) vollständig der Nachwelt erhalten. Von Demofonte sind immerhin sämtliche Sologesangsnummern bekannt, die Autografe sind vermutlich bei einem Brand im Hause seines Erben vernichtet worden. Nach dem Sensationserfolg seines Opern-Erstlings Artaserse (Libretto von Pietro Metastasio) zur Saisoneröffnung des Mailänder Hoftheaters im Jahre 1742, der alle Erwartungen bei weitem übertroffen hat, wurde Gluck auch für die nächste Spielzeit mit einer scrittura beauftragt. Glucks zweite Mailänder Oper – Demofonte – basiert erneut auf einem Libretto Metastasios.

Demofonte, der König von Thrakien, hat für das jährlich dem Gott Apollo darzubringende Opfer die junge Dircea, heimliche Gattin seines Sohnes Timante, bestimmt und die Prinzessin Creusa als dessen Frau vorgesehen.

Als er von der heimlichen Vermählung seines Sohnes erfährt, bleibt er zunächst bei seiner Entscheidung, lenkt jedoch dank der Vermittlung Creusas, die dafür den jüngeren Bruder Timantes zum Mann bekommt, ein.

Es wäre verfehlt, in Glucks frühen Opern schon Anzeichen von seinem späteren Reformwillen erkennen zu wollen; dennoch sind sie bereits eindrucksvolle Zeugnisse seines persönlichen Stils, der sich insbesondere durch die Schnörkellosigkeit der Melodik und die Klarheit der diatonischen Harmonik auszeichnet.

Dramma per musica in drei Akten (1743)

Musik von Christoph Willibald Gluck
Libretto von Pietro Metastasio

Konzertante Aufführung in italienischer Sprache
Besetzung
Musikalische Leitung Alan Curtis
Timante Aryeh Nussbaum Cohen
Dircea Sylvia Schwartz
Creusa Marie-Claude Chappuis
Demofonte Colin Balzer
Cherinto Romina Basso
Matusio Vittorio Prato
Adrasto Nerea Berraondo
Orchester Il complesso barocco


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