Pop / Rock · Hip-Hop · Metal

Deez Nuts


“Word Is Bond” zeigt Frontmann JJ Peters von seiner wahrhaftigsten Seite. Es ist ein kurzer, scharfer Schock purer Ehrlichkeit überbracht im unnachahmlichen Oldschool Style, der laut und stolz schreit, dass Peters, Gitarrist Matt “RealBad” Rogers, Bassist Sean Kennedy und Drummer Alex Salinger hier sind um zu bleiben.

Und klar, Deez Nuts steigen immer noch härter ein als jeder andere Motherfucker im Raum, aber jetzt, mit “Word Is Bond”, dem vierten Album, produziert von Andrew Neufeld (Comeback Kid) und Shane Frisby (The Ghost Inside, Bury Your Dead), konfrontiert Peters genau das was passiert, wenn die Party endet. Mit ein bisschen Hilfe von seinen Leuten Drew York (Stray From The Path) und Sam Carter (Architects), hat er entschieden aufzumachen wie nie zuvor.

“Ich wurde in eine Schublade gesteckt” – sagt Peters schlicht. “Diese Band war nicht als etwas Ernstes gedacht, aber mit der Zeit kam das Momentum und jetzt kann ich über einigen Scheiß reden, über den ich wirklich reden will.”

Deez Nuts haben seit 2008 flächendeckend den Erdball betourt und sich nie mehr als ein paar Wochen Auszeit gegönnt. Diese Intensität fordert ihren Tribut, und Peters musste sich am Ende nicht nur anschauen wer er ist, sondern auch was die Welt glaubt, wer er ist. Mit diesem Line-up der Band, einzementiert seit 2011, fühlte er sich komfortabel und sicher genug, das alles rauszuhauen.

“But writing the first song was really fucking difficult. It was like breaking down a wall. But once I did that, everything came naturally.” Die Freigabe des Drucks in den Songs ist greifbar: “You don‘t know me and you never will. It‘s none of your fucking business.”

Und hier wird es dann interessant. Seit ihrer Gründung waren Deez Nuts immer eine Band zu der jeder in der Hardcore Szene eine Meinung hatte, positiv und negativ. Sie wurden als eine Art Karikatur betrachtet. Aber “Word Is Bond” zeigt die Wahrheit hinter der Oberfläche. Aber keine Sorge: das hier ist keine hemmungslose Oper stumpfsinniger Introspektion. Das hier ist die Realität, wiedergegeben in Tönen, so hart wie Punk nur sein kann.


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