Pop / Rock

Deerhoof


Breaks, Breaks und nochmal Breaks: Bei der kalifornischen Band Deerhoof hält keine rhythmische Struktur länger als ein paar Wimpernschläge, und dennoch verbindet sich alles zu Songs.

Sie waren auf Tour mit Radiohead, den Red Hot Chili Peppers, Beck und den Flaming Lips, spielten Shows mit den Roots, Gnarls Barkley, Wilco, Beirut und Bloc Party. David Bowie lud sie persönlich auf die Bühne des New York Highline Festivals ein und Sufjan Stevens nannte "The Runners Four" im Uncut Magazine das Album des Jahrzehnts.

Radiolegende John Peel, Yeah Yeah Yeahs-Frontfrau Karen O und Simpsons-Erfinder Matt Groening sind zudem nur ein paar der bekennenden, treuen Fans von Deerhoof. Woher das kommt hört man auch auf der aktuellen Platte „The Magic“ wieder auf Anhieb.

Nach all den Auszeichnungen von Presse und Kollegen, was soll eine legendäre Band da noch tun? Das Studio vergessen, einen verlassenen Bürokomplex in der Mitte der Mexikanischen Wüste mieten, aufbauen, einstecken und sehr sehr laut los spielen. Angefangen mit einer blassen Vorahnung eines Ergebnisses, hatten Deerhoof eine Woche später, du ahnst es, „The Magic“ gefunden: eine rohe und erfrischende 15 Song lange Schlägerei von einem Album über das was passiert, wenn man seine Comfort Zone verlässt.

Die Version von Deerhoof, die man auf The Magic zu hören bekommt, ist eine äußerst benommene Proposition. Jeder schlug in Singstimmung auf. Satomi, Greg, John und Ed erträumen Alchemie aus Punk, Pop, Glam, Hair Metal, Doo-Wop, Hip Hop und R&B, nächtliche Autofahrten, lange Tage, Attitüde und Spandex. Poesie zu Lärm. Den Lautstärkeregler bis zur Befriedigung. In eine Rock Band gegossene Freundschaft.


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