Pop / Rock

Death


Death – Eine Legende lebt live weiter
Am 22. Juni findet im Conrad Sohm eine besondere Show statt – DEATH (dta) aus Florida werden eine exklusive Club Show auf ihrer Europa-Tournee spielen – in Gedenken an einen der grössten Metal-Musiker, Mastermind Chuck Schuldiner, werden die Amerikaner im grandiosen Human-Line-Up um Steve DiGiorgio (Testament) und Paul Masvidal (Cynic) alle Death Klassiker performen und wird ein Film von Chuck in der Mitte des Sets gezeigt. Nach der zur Gänze ausverkauften Herbst-Tournee und überragenden Reviews zu den Shows wird der genialen Musik und Chuck Schuldiner auf die beste Art und Weise von seinen langjährigen Weggefährten Tribute gezollt.

Ein Nachruf auf Chuck Schuldiner.

An seinem 31. Geburtstag eröffneten ihm die Ärzte ihre schreckliche Diagnose: Gehirntumor. Chuck verlor 3 Jahre später diesen Kampf. Es war ein schwarzer Tag für die Musik und besonders für den Heavy Metal. Am 13. Dezember 2001 ist Chuck Schuldiner, Gründer und Kopf von Death, im besten Lebensalter seinem Krebsleiden erlegen. Mit Schuldiner verlor die Musikwelt einen der größten Charakterköpfe und Visionäre der gesamten Metal-Szene, der die Stilrichtung mit wegweisenden und vor allem in technischer Hinsicht schwer beeindruckenden Alben geprägt hat wie kaum ein anderer Musiker. Selbst Metallica hatten nicht so einen grossen Einfluss auf Tausende Bands wie die Musik von Chuck. Wer kann schon von sich behaupten, ein ganzes Genre quasi erfunden und dann noch jahrelang als Leader angeführt zu haben?

Werfen wir einen Blick zurück ins Jahr 1987: SCREAM BLOODY GORE erblickt das Licht der Welt – und revolutioniert die Szene. Kein Album konnte bis dato mit dieser geballten Ladung an Härte und gleichzeitigen Darbietung an technischer Finesse aufwarten. Bereits ein Jahr später bewiesen Death mit ihrem Zweitwerk LEPROSY ebenso eindrucksvoll wie nachhaltig, dass es sich bei ihnen nicht um eine Eintagsfliege handelte. Auf SPIRITUAL HEALING (1990) perfektionierte Schuldiner sein Talent, brachiales Riffing mit eingängigen, aber dennoch messerscharfen Melodien zu verbinden. Er fand in den Jungs von Cynic aus Florida kongeniale Mitstreiter, selbst Musiker-Nerds, die auf Weltklasse-Niveau spielten und mit Focus gerade ein wegweisendes Progressive Metal Album veröffentlichten. Diese Linie führte er mit ihnen auf dem Meisterwerk HUMAN (1991), INDIVIDUAL THOUGHT PATTERNS (1993), SYMBOLIC (1995) und der letzten Veröffentlichung SOUND OF PERSVERANCE (1998) konsequent fort. Hier offenbarte sich ein musikalisches Niveau gepaart mit Melodien und Power, das ganze Heerscharen an Bands bis heute als Vorbild nehmen, sei es im Death oder Thrash Metal, im progressiven, technischen Metal oder sogar im Metalcore war und ist der Einfluss stark spürbar.

Seine Musik lebt daher bis heute weiter. Und es ist unglaublich, wie präsent und zeitlos die Death-Werke auch heute noch sind. Da wirkt nichts – wie bei vielen anderen Bands – zeitlich überholt. Diese Musik ist für die Ewigkeit. Zu hören am 22. Juni bei dem wohl musikalisch intensivsten Konzert in Vorarlberg in den letzten paar Jahren. Be there!

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