Pop / Rock

Deafheaven + Chelsea Wolfe


Irgendwo zwischen Black Metal, Post-Rock und Hardcore lässt sich das Schaffen von Deafheaven verorten. Auf ihrem 2013er Album „Sunbather“, das es in sämtliche Jahresbestenlisten schaffte, entfacht die Band ein sonnensturmartiges Klanggewitter, dem man sich kaum entziehen kann. Gleich auf dem Eröffnungstrack verbinden sich Clarkes qualvoller Gesang mit McCoys hypnotischer Gitarrenarbeit, bevor alles mit einer jenseitigen Melodie in ewigen Abgründen versinkt. Deafheaven erforschen neue Soundlandschaften und spielen sich dabei in himmlische Sphären.
www.deafheaven.com

Einen eigenwilligen Stil verfolgt die Band um die gleichnamige Sängerin aus Sacramento/LA. Der Gestus erinnert an Zola Jesus, ihr Sound ist aber gitarrenlastiger und von den Ansätzen vielleicht auch breiter angelegt. Sie berichtet in ihren Songs mit verhallter, sehr unterschiedlich eingesetzter Stimme von der aufkommenden Düsternis in Alltagswelten, von persönlichen Apokalypsen. Dazu braucht es auch schweres Geschütz, schweren Doom-Bass und Drums, atonale Gitarren oder geisterhafte Keyboardteppiche. Das Echos früher PJ Harvey-Songs gepaart mit der Unruhe von 80er-Jahre Sonic Youth treffen in einem einerseits verzerrten, andererseits auch oft mysteriös und leicht nach Gothic klingenden Rahmen aufeinander, der tatsächlich das Signet Doom-Folk-Art-Rock verdient. Demnächst vielleicht ganz groß, jetzt noch krachig, unbequem und aufregend!
www.chelseawolfe.net


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