Klassik

David Helfgott, Klavier & Trio Elogio


Festspielhaus Erl

6343 Erl

Fr., 14.08.2020

20:00
Corona-Virus: Ab 29. Mai sind Veranstaltungen bis 100 Personen wieder erlaubt. Ab 1. Juli bis 250 Personen, ab 1. August für 500 bis 1.000 Personen. Sicherheitsregeln gelten weiterhin.

Das Trio Elogio mit Petrit Çeku (Kosovo), Pedro Ribeiro Rodrigues (Portugal) und Tomislav Vukšic´ (Kroatien) ist eines der energiegeladensten Gitarrenensembles der heutigen Klassikszene. Angetrieben von dem Wunsch, Werke großer Komponisten aufzuführen, die nicht auf einer Gitarre spielbar sind, präsentiert das Trio viele Arrangements von Klavier und Orchestermusik. Ihre brillanten Interpretationen haben zeitgenössische Komponisten wie Krešimir Seletkovic´, Rafet Rudi und Hugo Vasco Reis dazu inspiriert, für das Gitarrentrio zu komponieren. Als Ensemble teilten sie sich die Bühne mit bedeutenden Musikerinnen und Musikern bei Kammermusikfestivals in ganz Europa. Die drei Gitarristen begeistern in ihrem exzellenten Zusammenspiel mit höchster Virtuosität, Charisma und Esprit und reißen dabei das Publikum stets zu Begeisterungsstürmen hin.

David Helfgott
Er ist eine der außergewöhnlichsten Künstlerpersönlichkeiten unserer Zeit. Die Pianisten-Legende David Helfgott.

David Helfgott wurde 1947 als Sohn jüdischer Einwanderer im australischen Melbourne geboren. Seit frühester Kindheit galt er als musikalisches Wunderkind und seine Liebe gehörte der klassischen Musik. Bereits als Schulkind zeigte er sein herausragendes Talent als Pianist und gewann zahlreiche Musikwettbewerbe. Mit 19 Jahren verließ er Australien und ging nach London, wo er am Royal College of Music sein Klavierstudium aufnahm. Dort wurde er von Cyril Smith ausgebildet, der ihn als brillantesten Schüler seiner Dozentenlaufbahn bezeichnete und ihn mit dem Künstler Horowitz verglich. Am College gewann David Helfgott zahlreiche Preise, darunter auch den Dannreuther Preis, den er für seine Aufführung von Rachmaninoffs 3. Symphonie erhielt.

Gegen Ende seines Studiums versank Helfgott zunehmend in seiner „eigenen“ Welt und wurde fortan wegen einer schweren emotionalen und mentalen Schwäche in Krankenhäusern behandelt. Viele Jahre lang wurde dem Genie das Klavierspielen seitens der Ärzte verboten – bis David Helfgott in den achtziger Jahren auf eigenen Wunsch und eigenes Drängen wieder zur Musik zurück fand. Mitte der neunziger Jahre kehrte er in das große Musikgeschäft zurück und gab Konzerte in Australien und Europa. Der oscarprämierte Film Shine – Der Weg ins Licht (1996) ebnete ihm den Weg, um endgültig die klassischen Bühnen der Welt zu erobern. Seither trat er in den berühmtesten Konzertsälen der Welt auf. 2004 wurde ihm die Ehrendoktorwürde der University of Western Australia verliehen, zwei Jahre später wurde er als erster Musiker überhaupt im Australian Walk of Fame aufgenommen. 2016 erschien die Dokumentation über die Pianistenlegende als Kinofilm Hello I am David der deutschen Regisseurin Cosima Lange.

In den vergangenen Jahren tourte Helfgott in über 40 Ländern. David Helfgott spielt, was er fühlt, sagt, was er denkt und berührt Menschen – im wahrsten Sinne des Wortes.

„Klavierspielen ist ein riskantes Geschäft, aber man muss Risiken eingehen, denn das Leben ist nur ein sehr kurzes Zauberstück.“
David Helfgott