Theater

Das Zimmer


von Gert Jonke
„Das Zimmer“ ist ein poetischer Text des Sprachfantasten Gert Jonke über die Sehnsüchte eines Zimmers angesichts der immer dreisteren Mietverhältnisse und der immer rücksichtsloseren Mieter. Als sich endlich doch noch ein feinerer Bewohner findet, in den sich das Zimmer auch sogleich verliebt, wird dieses Mietverhältnis durch eine sofortige Mieterhöhung bedroht. So beschließt das Zimmer seinen Gefühlen zu gehorchen und die Enge des Hauses zu ihrer beider Rettung zurückzulassen, worauf das Haus vor Wut zerbröckelt.

Im Wesentlichen ist es auch ein Text über die Zwänge des Alltags, über gelebte Demokratie und Toleranz gegenüber Andersartigkeit. In gekonnt humorvoller Manier überlässt Jonke hier die Revolution nicht dem untätigen Menschen, der sich als Opfer betrachtet und die wichtigsten Dinge zumeist verschläft. Das Zimmer, das ihn beherbergt ist es, das sich gegen die Willkürherrschaft des Hauses und seiner Verwaltung auflehnt und sich mitsamt dem liebgewordenen, schützenswerten Mieter davonmacht.


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