Theater

Das Wunder von Wörgl


Vor 80 Jahren blickte die halbe Welt interessiert nach Tirol. Die internationale Presse wurde auf Unterguggenbergers Experiment aufmerksam und bezeichnete es bald als das „Wunder von Wörgl“. Aus Frankreich reiste Ministerpräsident Édouard Daladier an. In den USA schlug der Wirtschaftswissenschafter Irving Fisher der Regierung ein ähnliches Geld zur Überwindung der Wirtschaftskrise vor.

Mitten in der schlimmsten Weltwirtschaftskrise wird der ehemalige Lokführer Michael Unterguggenberger zum Bürgermeister von Wörgl gewählt. Mit einer außergewöhnlichen Idee initiiert er ein kleines Wirtschaftswunder: Er führt das sogenannte „Schwundgeld“ ein, das verfällt, wenn man es nicht ausgibt. Denn Geld soll nicht herumliegen, es soll zirkulieren, vom Zimmermann zum Metzger, vom Metzger zum Bauern, vom Bauern zum Schuster, auf dass es allen besser gehe. Doch bald pocht die Nationalbank auf ihr alleiniges Recht auf Ausgabe von Banknoten. Ein emotionaler Zweikampf beginnt: David gegen Goliath.

Der Schweizer Drehbuchautor Felix Benesch, der seine berufliche Laufbahn als Theaterregisseur unter anderem am Wiener Burgtheater begann, hat aus dem faszinierenden historischen Stoff ein turbulentes, unterhaltsames und musikalisches Theaterstück über das Wesen von Geld, offene Rechnungen und verpfändete Herzen geschaffen. In Zeiten der wiederkehrenden Finanz- und Wirtschaftskrisen ist das mit dem Kulturpreis der Stadt Wörgl ausgezeichnete Stück, das 2012 im Schweizerischen Chur uraufgeführt wurde, aktueller denn je.

Eine wahre Geschichte neu erzählt von Felix Benesch

Regie Elke Hartmann

Bühne & Kostüme Ragna Heiny

Musikalische Leitung Hansjörg Sofka


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