Theater

Das Wintermärchen


In seinem versöhnlichen und gehaltvollen Spätwerk variiert Shakespeare auf beeindruckende Weise gleich mehrere seiner großen Themen, Rivalität und Eifersucht, Tatkraft und Intrige, junge Liebe und späte Erkenntnis zu einer bewegenden Familiengeschichte über Verblendung, Verirrung und Versöhnung.

Grundlos unterstellt Leontes, der König von Sizilien, seiner schwangeren Ehefrau Hermione und seinem Jugendfreund Polixenes, dem König von Böhmen, dass sie ihn betrogen hätten und das ungeborene Kind nicht von ihm gezeugt worden sei. Er trachtet beiden nach dem Leben und lässt die von Hermione im Kerker geborene Tochter aussetzen.

Die märchenhaften Elemente setzt die Inszenierung mit lebensnahen Puppen um, die von den Schauspielern gespielt und gesprochen werden, während die dramatischen Szenen uns als höchst emotionales Kammerspiel vor Augen führen, dass Eifersucht und Machtmissbrauch zeitlose Phänomene sind, die nur durch menschliche Entwicklung transformiert und aufgelöst werden können.

Regie: Christian Leonard
Dramaturgie: Emilia Schlosser
Musik: Katharina Kwaschik und Nico Selbach
Ausstattung: Gabriele Kortmann Maske: Rebekka Schwark und Tamara Zenn
Puppenbau: Esther Nicklas
Licht & Technik: Raimund Klaes

Mit Katharina Kwaschik, Johanna-Julia Spitzer, Nico Selbach, Thilo Herrmann


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