Theater

Das weite Land


Arthur Schnitzler bei den Festspielen Reichenau ist nicht nur Theatererlebnis auf bestem Niveau, es ist eine Tradition, die den Dichter mit dem Schauplatz seiner vielen Aufenthalte in dieser Region aufs Innigste verbindet. So manche seiner bekannten Werke wurden im Verlauf der fünfundzwanzig Jahre schon wiederholt gezeigt, in verschiedenen Variationen.

Für sein wohl berühmtestes Stück – DAS WEITE LAND – führen wir bei der nun dritten Neu-Inszenierung auch einen dritten Spielraum als Attraktion ins Treffen. Nach dem Großen Saal 1992 folgte 2004 eine weitere Blankenship-Regie im Südbahnhotel – und nun, zehn Jahre später, die Beil-Interpretation in der beliebten Arena-Bühne im Neuen Spielraum in einer wundervollen, neuen Besetzung.
Rollen der Genia, des Friedrich Hofreiter sind Höhepunkte in einem Schauspieler-Leben, man muss sie gerade zur richtigen Reife-Zeit, zum richtigen Alter angeboten bekommen, um sie ideal zu verkörpern. Die Konstellation Julia Stemberger/Joseph Lorenz hat sich schon bei Anna Karenina (2012) erfolgreich bewährt – und schon damals wurde der Grundstein für das große Schnitzler-Vorhaben 2014 gelegt.

Eine neue Sichtweise für das Publikum, hautnah bei den Schauspielern, ist garantiert! Die Sprache zu erleben – gerade so, wie der Dichter sie für seine Figuren geschrieben hat, wird einen weiteren Reiz darstellen. Ein Spiel reifer Menschen mit der Liebe, voll von Doppelbödigkeit und Zwischentönen und einer fast eifersüchtigen Ausnutzung der jungen Menschen, die von ihnen fasziniert sind.

Tragikomödie in fünf Akten

Besetzung:

Friedrich Hofreiter Joseph Lorenz
Genia, seine Frau Julia Stemberger
Frau Meinhold-Aigner Elisabeth Augustin
Otto, ihr Sohn Dominik Raneburger
Doktor von Aigner Rainer Frieb
Frau Wahl Gabriele Schuchter
Erna, ihre Tochter Johanna Arrouas
Gustl, ihr Sohn Paul Maresch
Natter, Bankier Eduard Wildner
Adele Natter Chris Pichler
Dr. Mauer, Arzt André Pohl
Paul Kreindl Lukas Wurm
Rosenstock, Portier Miguel Herz-Kestranek / Hannes Gastinger
u.a.

Regie: Hermann Beil
Bühne: Peter Loidolt
Kostüme: Erika Navas
Licht: John Lloyd Davies
Musik: Helmut Jasbar


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