Theater

Das Vermächtnis


Das Vermächtnis zählt zu Arthur Schnitzlers Zeitstücken, in denen er die großbürgerliche Wiener Gesellschaft um 1900 sozialkritisch portraitiert.

Arthur Schnitzler
Schauspiel in drei Akten

Prof. Adolf Losatti, Abgeordneter Joseph Lorenz
Betty, seine Frau Regina Fritsch
Hugo, beider Sohn, 26 Jahre David Jakob
Franziska, Hugos Schwester, 20 Jahre Johanna Prosl
Emma Winter, Witwe von Bettys verstorbenem Bruder, 36 Jahre Stefanie Dvorak
Agnes, ihre Tochter, 17 Jahre Alina Fritsch
Toni Weber, Hugos Geliebte, 22 Jahre Nanette Waidmann
Dr. Ferdinand Schmidt, Arzt Dominik Raneburger
Gustav Brander, Hugos Freund René Peckl
Dr. Bernstein, Arzt Peter Moucka

Regie: Hermann Beil
Bühne: Peter Loidolt
Kostüme: Erika Navas
Licht: John Lloyd Davies

„DAS VERMÄCHTNIS“ zählt zu Arthur Schnitzlers Zeitstücken, in denen er die großbürgerliche Wiener Gesellschaft um 1900 sozialkritisch portraitiert.

Hier geht es um Hugo, den 26-jährigen Sohn der angesehenen Familie Losatti, der nach einem Reitunfall mit schweren inneren Verletzungen nach Hause gebracht wird. Er weiß um seinen nahen Tod und will daher in dieser letzten Stunde seinen Eltern ein Geständnis machen - zugleich aber auch ein verpflichtendes Vermächtnis:
Hugo gesteht sein jahrelang verheimlichtes Doppelleben und verlangt als seinen letzten Willen, dass sein vierjähriger Sohn und seine Geliebte, die einfache Beamtentochter Toni Weber, als Mitglieder in die Familie Losatti aufgenommen werden.

Zu dieser Zeit, um 1900, ist es für ein gutbürgerliches Haus eine schwere Zumutung, der Mätresse des verstorbenen Sohnes Schutz unter ihrem Dach zu gewähren - gesellschaftliche Konsequenzen sind zu befürchten. Doch Hugos Vater, der souveräne Abgeordnete, Prof. Losatti, denkt liberal, lässt sich zunächst nicht beirren und bekennt sich offen zu dem Kind, als wäre es sein legitimer Enkel. Hugos Mutter und Schwester so wie Emma nehmen sich auch der verzweifelten jungen Toni liebevoll an. Nach dem plötzlichen Tod des Kindes wachsen jedoch die Widerstände gegen die fremde, junge Frau – man erwartet, dass Toni nun ihre eigenen Wege gehen solle….


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