Theater

Das Loch in der Wand


Es liegt im Geist der Zeit, das Theater eines Ortes als spezifisches Markenzeichen zu verstehen. Und das braucht es auch bei der Dichte der Theaterlandschaft, besonders im „Oberen Gericht“, wo sich mehrere Bühnen ein ausgeprägtes Profil erworben haben, von Kauns bis Fiss, oder von Tösens bis Fließ, wo die Theatergeschichte bis ins 17. Jahrhundert zurück verfolgbar ist.
Die „Winklbühne Prutz/Faggen“ war zu Zeiten des Wirkens von Spielleiter Werner Tröber unbestritten die rührigste weitum. „Er nahm“, so hieß es in einer Würdigung vor der Jahrtausendwende, „eine Entwicklung vorweg, die erst allmählich Anerkennung findet. Er hatte die Linie des ironischen Volkstheaters gegenüber anfänglich skeptischen Zuschauern mit überzeugender Kraft durchgesetzt. Die Entwicklung wurde nach einer gelungen Freilichtaufführung des "Brandner Kaspar" sichtbar und sie mit "Holzers Peepshow" (von Markus Köbeli) und Karl Wittlingers "Hotzeblitz" (1994) fortgesetzt. Er hat Volkstheater als Mittel des Widerstandes gegen das Verharren in Klischees und in der Absicht des lustvollen Aufbrechens erstarrter Lustspielmuster verstanden.“

Die Chronik weiß zu berichten, dass die „Prutzer Dilettantenbühne“ vor dem Ersten Weltkrieg von drei heimischen Studenten ins Leben gerufen wurde, wobei Frauenrollen durchwegs von männlichen Darstellern gespielt wurden.


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