Theater

Das Leben ist ein Schrank


Texte von OBERIU: Igor Bachterev, Daniil Charms, Leonid Lipavskij, Nikolaj Olejnikov, Konstantin Vaginov, Jurij Vladimirov, Alexander Vvedenskij und Nikolaj Zabolockij

Textmontage, Inszenierung, Schauspiel und Ausstattung: Yulia Izmaylova und Felix Strasser

OBERIU – die VEREINIGUNG REALER KUNST – war die letzte linke literarische Avantgardevereinigung im Leningrad der 1920er Jahre. Die Werke der Oberiuten schließen als logische Konsequenz von Symbolismus und Futurismus die Entwicklung der experimentellen russischen Vorkriegsliteratur ab.

Ihre Poesie «schuf eine verkehrte Welt unsinniger Gaukeleien. Sie entfaltete sich als ein Anschlag auf den sogenannten gesunden Menschenverstand, auf die Welt des Mittelmaßes, der Langeweile und der aufgeblasenen Solidität. [...] Sie parodieren pseudophilosophischen Tiefsinn, Didaktik, leere Rhetorik, Streitigkeiten um nichts.» (Lola Debüser)

«Sie entdeckten das Absurde nicht nur vor Beckett und Ionesco, in einem gewissen Sinn waren sie auch radikaler. [...] Hinter dem Absurden eines Beckett oder Ionesco bleibt immer noch ein Sinn zu vermuten. Der Aufbruch der Oberiuten in den Unsinn war kompromisslos konsequent. (Olga Martynova, NZZ)

In «Das Leben ist ein Schrank» tauchen wir für 50 Minuten in den wahnwitzigen Kosmos der OBERIU ein.

«Das Leben ist ein Schrank» wurde 2010 im Kremlhoftheater Villach uraufgeführt. Auf Basis des Theaterstücks entwickelte VADA das Libretto für die Kammeroper «UKSUS» von Erling Wold, die 2012 vom klagenfurter ensemble uraufgeführt wurde. Die Oper eröffnete 2013 das erste Festival der TheaterAllianz in Bregenz und wurde vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur prämiert. Am 6. März 2015 fand im Dance Mission Theater in San Francisco die englischsprachige Erstaufführung statt.

Und am 29. und 30. September 2015 ist der Verein VADA mit diesem Stück zu Gast bei uns im VolXhaus Klagenfurt.

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