Theater

Das Konzert


Das Konzert ist gar kein Konzert! Das angebliche Konzert in der Provinz ist nur die wiederkehrende Ausrede des Pianisten Gustav Heink, wann immer er der Ehefrau und seinen ausnahmslos in ihn verliebten Schülerinnen entkommen muss, um in einer Berghütte das Wochenende mit seiner augenblicklichen Favoritin zu verbringen.

„Einen Menschen hindern, der ins Glück will? Oder was er für sein Glück hält! Nein!“

Dieses trickreiche Manöver hat sich viele Jahre lang bewährt. Auch die Liebesworte, die der Virtuose den wechselnden Geliebten ins Ohr flüstert, sind eingespielt wie die verschiedenen Eröffnungen zu einer Schachpartie. Nur dass die Affären des Pianisten – verglichen mit den Möglichkeiten des Schachspiels – auch nach dem Auftakt eher gleichförmig verlaufen. Dies ändert sich an einem Tag im Frühling, als eine besonders heftig in ihren Meister verliebte Schülerin dahinterkommt, mit wem dieser wirklich zum Konzert fährt. In der Hoffnung, die Nebenbuhlerin so auszuschalten, unterrichtet sie deren gehörnten Ehemann. Und der greift – anders als erwartet – nicht etwa zur Waffe, sondern zu einem viel teuflischeren Mittel.

„Ich habe einen solchen Respekt vor der inneren Freiheit meines Mitmenschen, dass ich ihn selbst in seiner Dummheit nicht stören mag.“

Hermann Bahr schrieb, neben seinen umfangreichen publizistischen Tätigkeiten als Kritiker und Romancier, 40 Theaterstücke. Das Konzert widmete er seinem Freund Richard Strauss.

Besetzung:
Gustav Heink, Pianist
Peter Simonischek

Marie, seine Frau
Regina Fritsch

Dr. Franz Jura
Florian Teichtmeister

Delfine, seine Frau
Stefanie Dvorak

Eva Gerndl
Alina Fritsch

Pollinger
Branko Samarovski

Frau Pollinger
Barbara Petritsch

Fräulein Wehner
Liliane Amuat

Fräulein Selma Meier
Sara Zangeneh

Miß Garden
Elisabeth Augustin

Frau Claire Floderer
Brigitta Furgler

Regie: Felix Prader

Bühnenbild: Werner Hutterli

Kostüme: Ingrid Erb

Licht: Felix Dreyer

Dramaturgie: Klaus Missbach


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