Theater

Das Kind der Seehundfrau


Mit ihrer Bearbeitung eines alten Inuit-Märchens hat die niederländische Autorin Sophie Kassies ein sehr poetisches und musikalisches Stück Erzähltheater voller zeitloser Bilder und mythischer Klänge geschaffen, das – mal herzhaft komisch, mal herzzerreißend traurig – eine berührende und moderne Liebes- und Familiengeschichte erzählt, die so wahr, wild und schön ist, wie die Landschaft, in der sie spielt.

Das Kind der Seehundfrau
von Sophie Kassie
Hoch im Norden lebt ein Fischer in einer Meeresbucht.

Er ist einsam und daran gewöhnt, doch eines Tages entdeckt er an den Klippen wunderschöne, tanzende Frauen – es sind Seehundfrauen, die in unbeobachteten Momenten ihr Fell ablegen und Menschengestalt annehmen. Der Schönsten stiehlt er das Fell und bittet sie, seine Frau zu werden. Sie sagt ja, aber er muss versprechen, ihr nach sieben Jahren ihre Haut zurückzugeben. Die beiden sind glücklich miteinander, ihre Liebe ist groß und schon bald wird ihr Sohn Oruk geboren. Wenn der Junge abends in seinem warmen Bett liegt und seine Eltern lachen hört, kann er sich nicht vorstellen, dass es je einmal anders sein könnte, doch mit Oruks siebtem Geburtstag verändert sich alles. Obwohl es seiner Mutter immer schlechter geht, verschweigt der Fischer den wahren Grund dafür, denn er hat Angst, sein Versprechen einlösen und wieder allein sein zu müssen. So ist es an Oruk, hinter das Geheimnis seiner Eltern und seiner Herkunft zu kommen und zwischen Kälte und Wärme, Liebe und Loslassen, Glück und Veränderung seinen eigenen Weg zu finden.

Mit ihrer Bearbeitung eines alten Inuit-Märchens hat die niederländische Autorin Sophie Kassies ein sehr poetisches und musikalisches Stück Erzähltheater voller zeitloser Bilder und mythischer Klänge geschaffen, das – mal herzhaft komisch, mal herzzerreißend traurig – eine berührende und moderne Liebes- und Familiengeschichte erzählt, die so wahr, wild und schön ist, wie die Landschaft, in der sie spielt.

Besetzung
Inszenierung: Georg Schütky
Ausstattung: Christina Schmitt
Regieassistenz: Julia Zach
Live-Musik: Berndt Luef
Mit Vesna Petković | Leopold Geßele, Sebastian Mock, Martin Niederbrunner


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