Theater

Das Käthchen von Heilbronn


1807 und 1808 – die Entstehungszeit des Käthchen – sind für Kleist unruhige, von Hoffnungen und ihrem dramatischen Scheitern geprägte Jahre. Europa ist noch immer dem Alptraum der napoleonischen Kriege unterworfen. Da schreibt Kleist sein „historisches Ritterspiel“, das auch ein romantisches Ritterspiel ist, um ein unschuldiges Mädchen, einen sinnverwirrten Ritter, eine intrigante Giftmischerin und eine nicht unerhebliche Zahl wackerer, treuer, manchmal dummer, in jedem Falle sehr mannhafter Rittersleute.

"Ich will meine Muttersprache durchblättern, und das ganze reiche Kapitel, das diese Überschrift führt: Empfindung, dergestalt plündern, daß kein Reimschmied mehr, auf eine neue Art, soll sagen können: ich bin betrübt.“

Eines Tags im Mittelalter kommt der tapfere Ritter Friedrich vom Strahl mit einer kleinen Reparaturarbeit an seiner Rüstung zu Friedeborn, dem Waffenschmied am Marktplatz von Heilbronn. In der Schmiede begegnet der Ritter aber auch der Tochter des Waffenschmieds: Katharina, genannt Käthchen. Und von dem Augenblick an, in dem das Käthchen zum ersten Mal den Ritter sieht, kann sie nicht mehr anders, als ihm zu folgen – ob sie sich dabei beide Beine bricht oder eine Feuerprobe überstehen muss. Was ihr Vater bald für das Produkt schwarzmagischer Verhexung hält, stellt sich als das genaue Gegenteil heraus: als die Folge weiblich göttlicher Gewissheit, die zuletzt auch der Ritter vom Strahl als einziges Licht in der Finsternis intriganter Umstrickung und quälender Selbstzweifel erkennt.

Besetzung:

Der Kaiser
Martin Schwab

Friedrich Wetter, Graf vom Strahl
Fabian Krüger

Gottschalk, sein Knecht
Hermann Scheidleder

Kunigunde von Thurneck
Dörte Lyssewski

Rosalie, ihre Kammerzofe
Frida-Lovisa Hamann

Theobald Friedeborn, Waffenschmied aus Heilbronn
Falk Rockstroh

Käthchen, seine Tochter
Sarah Viktoria Frick

Maximilian, Burggraf von Freiburg
Dietmar König

Rheingraf vom Stein, Verlobter Kunigundens
André Meyer

Eginhardt von der Wart
Dietmar König

Ritter Schauermann
André Meyer

Regie: David Bösch

Bühne: Patrick Bannwart

Kostüme: Meentje Nielsen

Bühnenbildmitarbeit: Maria Wolgast

Musik: Karsten Riedel

Licht: Friedrich Rom

Dramaturgie: Andreas Erdmann


Pressestimmen


Vergangene Termine