Kunstausstellung

Das ist nicht meine Geschichte!


Geschichtsschreibung ist Definitionssache, nicht selten gewinnen Nationalismus oder Imperialismus dabei die Oberhand. Eine Ausstellung über Gegenentwürfe.

Die Lesart und Interpretation von geschichtlichen Ereignissen sind einem stetigen Wandel unterworfen. Die Einschätzung wie auch die Wertschätzung des Vergangenen resultiert vor allem aus den politischen und gesellschaftlichen Verhältnissen – das gilt auch für jüngst Stattgefundenes. Der Wechsel von Regimen kann zu einem gänzlich anderen Verständnis von Historie führen – bis hin zu einer vollständigen Neudefinition. Demnach ist Geschichte ebenso eine Konstruktion wie sämtliche gesellschaftlichen Vereinbarungen, die immer wieder neu verhandelt und tradiert werden.

Die Künstlerinnen und Künstler dieser Ausstellung hinterfragen dieses Erbe kritisch und wollen scheinbar Festgeschriebenes nicht so ohne Weiteres hinnehmen: „Das ist nicht meine Geschichte!“ Was in der Vergangenheit unter bestimmten Vorzeichen formuliert wurde, wird nun umformuliert und ermöglicht künftigen Generationen eine neue Lesart. Die Arbeiten machen deutlich, dass ihre Urheber in Opposition zu jenen Geschichtsschreibungen stehen, die von Nationalismus, Imperialismus, Xenophobie oder Sexismus geprägt sind. Die Künstlerschaft wird hier zu einer zivilen Bewegung, die mit den Mitteln der Kunst Widerstand leistet.

Mit Kiluanji Kia Henda (AO/PT), Jakob Lena Knebl (AT), Marina Naprushkina (DE/BY), bankleer (DE), Yevgenia Belorusets (UA), Dante Buu (BA)

Kuratiert von Anton Lederer (AT) & Margarethe Makovec (AT)


Termine

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