Theater

Das goldene Vlies



Franz Grillparzers "Das goldene Vlies" steht, wie der Ring des Nibelungen, für die unersättliche Gier des Menschen nach Macht.

Sein Besitz verleiht einzigartige Kräfte, gleichzeitig zieht er Tod, Rache und Verderben nach sich. Als der griechische Heeresführer Phryxus mit dem Vlies, das er aus einem Tempel in Delphi geraubt hat, auf der Insel der Kolcher anlegt, rechnet er nicht mit der Feindschaft der Inselbewohner. Ihr König, Aietes, tötet den Griechen mithilfe seiner Tochter Medea und setzt sie als Hüterin des magischen Widderfells ein. Als Jason das Vlies zurückzuholen will, verlieben sich Jason und Medea ineinander. Medea stellt sich gegen den Vater und beide fliehen mit dem Vlies. Sie erbitten Asyl in einem Land, in dem Medea immer eine Fremde bleiben wird.

Franz Grillparzer entwickelte aus dem antiken Mythos eine geschichtsphilosophische, psychologische Tragödientrilogie. Die junge katalanische Regisseurin Alia Luque, die zuletzt für das Burgtheater die Uraufführung „die hockenden“ inszenierte, bringt alle drei Teile des Epos – „Der Gastfreund“, „Die Argonauten“ und „Medea“ – in kompakter Besetzung auf die Bühne und verfolgt mit ihrer Inszenierung die Frage, welche Opfer der Erwerb von Macht verlangt und welchen Preis wir bereit sind zu zahlen, um die Macht zu erhalten.

Medea Silja Bächli
Phryxus, Jason Tobias Artner
Aietes, Kreon Michael Scherff
Absyrtus, Kreusa Bettina Kerl
Tänzer Milan Loviška
Medeas Kinder Viola Obricht, Tobias Wolfsegger/Maya Dürrschmid, Tobias Brunner
Inszenierung Alia Luque
Bühne und Kostüme Christoph Rufer
Kostüme Ellen Hofmann
Choreografie Milan Loviška

  • Mi., 14.12.2016

    19:30
  • Do., 12.01.2017

    19:30