Kunstausstellung · Fotografie Ausstellung · Ausstellung: Wissen

Das Getto Lodz/ Litzmanntstadt


Jüdische Fotografen hielten das Leben im Getto auf Bildern fest, stellten dabei aber die Menschen und deren Schicksale in den Mittelpunkt.

1939 wurde in Lodz das zweitgrößte jüdische Getto im Deutschen Reich errichtet. Zur Arbeit für das Deutsche Reich gezwungen, starben bis zur Räumung 1944 rund 43.000 BewohnerInnen des Gettos an Krankheiten und Unterernährung, rund 100.000 wurden von dort in die Vernichtung geschickt.
Walter Genewein wurde am 4. Mai 1901 in Saalfelden geboren. Als Mitglied der NSDAP ist er ab 1940 Leiter der Finanzabteilung des Gettos und fertigte in den Jahren 1940-1944 im amtlichen Auftrag der NS-Gettoverwaltung hunderte Farbdias an. Er dokumentierte mit diesen distanziert das „offizielle“ Leben im Getto und jene Bereiche, die für die Verwaltung von Interesse waren.
Doch auch jüdische Fotografen hielten das Leben im Getto auf Bildern fest, stellten dabei aber die Menschen und deren Schicksale in den Mittelpunkt.

In der Ausstellung werden diese beiden Perspektiven miteinander konfrontiert sowie die Lebensumstände der dort internierten Menschen dargestellt.
Zudem zeigen wir im Rahmen der Ausstellung den Film “Aspangbahnhof 1941″ von Angelika Brechelmacher und Martina Aichhorn.
Eine Videodokumentation, in welcher zwei Frauen, die 1941 von Wien in das Getto deportiert wurden und dieses überlebten, zu Wort kommen.


Vergangene Termine