Theater

Das Geisterhaus



Isabel Allendes 1982 veröffentlichtes Debüt trägt deutlich autobiographische Züge und wurde zu einem Welterfolg. Vierzig Jahre nach der Machtübernahme Pinochets kommt dieses Epos über „Schmerz, Blut und Liebe“ nun erstmals auf die Bühne.

Eine turbulente und phantastische Familienchronik, in der flirrende Geschichten über das Leben erzählt werden, um das „eigene Entsetzen zu überleben“. Zugleich legt der Text Zeugnis von siebzig Jahren chilenischer Geschichte ab – vom Anfang des 20. Jahrhunderts bis hin zur Zeit der Militärdiktatur. Vierzig Jahre nach der Machtübernahme Pinochets kommt dieses Epos über „Schmerz, Blut und Liebe“ nun erstmals auf die Bühne.

Der Selfmademan Esteban Trueba steigt – mit gebrochenem Herzen und unerbittlich das Banner der sogenannten Zivilisation schwingend – zum mächtigen Großgrundbesitzer auf. In einer Zeit gesellschaftlicher Umbrüche verstößt er seine Schwester und vergewaltigt seine Arbeiterinnen. Doch die Frauen schlagen zurück. Seine mit hellseherischen Fähigkeiten ausgestattete Ehefrau Clara spricht nicht mehr mit ihm, jahrelang, und die gemeinsame Tochter Blanca verliebt sich in einen kommunistischen Aufrührer. Trueba kann dies nicht dulden; als Senator unterstützt er den Militärputsch. Erst als seine Enkelin Alba deportiert und gefoltert wird, erkennt der Patriarch, dass er sich möglicherweise geirrt haben könnte.

Mit
Jasna Fritzi Bauer
Sabine Haupt
Dörte Lyssewski
Caroline Peters
Aenne Schwarz
Adina Vetter
August Diehl
Ignaz Kirchner

Regie: Antú Romero Nunes

Bühne: Florian Lösche

Kostüme: Annabelle Witt

Musik: Johannes Hofmann, Sergio Pinto

Licht: Felix Dreyer

Dramaturgie: Florian Hirsch


Künstler