Theater

Das ewig Weibliche


Wie kommt das Böse in die Welt – und wie werden wir es wieder los? Die Frage nach der Herkunft bzw. Existenz des Bösen ist so alt wie die Menschheit.

In Goethes Faust spielt sie eine entscheidende Rolle. Bereits im Paradies hatte die Schlange Adam und Eva mit einem diesbezüglichen Versprechen verführt: „Eritis sicut deus, scientes bonum et malum.“ Wer Gut und Böse kennt, wird wie Gott sein. In Goethes Stück fügt Mephisto dann hinzu: “Folg nur dem alten Spruch und meiner Muhme der Schlange, dir wird gewiss einmal bei deiner Gottähnlichkeit bange!“

Wo stehen wir heute in dieser Hinsicht? Einerseits scheint es, als hätten wir gut & böse durch das Gegensatzpaar gesund & krank ersetzt; oder durch erfolgreich & erfolglos. Dies entspricht der vielzitierten „Banalität des Bösen“. Aber ist es so einfach?

Dass er von diesen Dingen immer sehr zweideutig und zugleich ironisch spricht, macht diesen Ausflug äußerst reizvoll, steht doch an seinem Ende das „ewig Weibliche“, das uns hinan zieht – oder hinab.


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