Kunstausstellung

Das Buch – Ein Schatz!


Ein Schatz, ein wertvoller Schatz, das war das Buch vor 500 Jahren! Bücher waren so kostbar und teuer, dass sich nur die Reichsten der Reichsten ein Regal voller Bücher leisten konnten. Bücher wurden von Hand Seite für Seite abgeschrieben, mit Bildern versehen und mit farbenprächtigen und teilweise auch vergoldeten Buchstaben geschmückt. Vor allem die Mönche in den Klöstern waren monatelang mit dieser Arbeit an einem Buch beschäftigt. Mit einem Buch in seinem Besitz konnte man Reichtum und Macht demonstrieren. Für das Volk war ein Buch nicht nur unbezahlbar, sondern für die meisten Menschen auch unlesbar. Sehr viele Bücher waren in lateinischer Sprache verfasst und sehr viele Menschen konnten überhaupt gar nicht lesen.
Mit der Erfindung des Buchdruckes durch Johannes Gutenberg um das Jahr 1450, war das Buch nicht mehr länger nur für einige auserwählte Menschen erreichbar. Man konnte ein Buch in vielfacher Ausfertigung produzieren und somit einem größeren Kreis zugänglich machen. Und mit der Möglichkeit für Alle ein Buch zu besitzen, besitzt man auch den Schlüssel zu Bildung und Wissen, zu Geschichten und Nachrichten!
Absoluter Mittelpunkt der Ausstellung ist eine Evangelische Bilderbibel aus dem Jahr 1571, gedruckt zu Frankfurt am Main von Sigmund Feyerabend. Stehen zu Beginn des Zeitalters des Druckes Werke mit religiösem Inhalt im Vordergrund, treten im Laufe der Jahrhunderte Bücher verschiedenster Textsorten in Erscheinung: Lexika, juristische Werke, Gedichte, Erzählungen und schließlich die Comics mit den Abenteuern der Manga-Figuren aus Japan. Schon von außen ist dem Buch eine Veränderung über die Jahrhunderte nicht abzusprechen: prächtig verzierte Ledereinbände, Hardcover mit goldenen Ornamenten oder auch schlichte Schönheit konkurrieren mit den schrillen und bunten Umschlägen der japanischen Mangas.


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