Vortrag

Das Anhaltelager Frauenkirchen


Anlässlich des Internationalen Holocaust Gedenktages am 27. Jänner stellen die Burgenländische Forschungsgesellschaft und der Verein Initiative Erinnern Frauenkirchen eine neue wissenschaftliche Arbeit zur Zeitgeschichte des Burgenlandes vor.
Im sog. „Schloss“ im nordburgenländischen Frauenkirchen, in dem heute die Handelsakademie und Handelsschule untergebracht ist, wurde gleich nach dem Einmarsch der Nationalsozialisten in Österreich im März 1938 ein Anhaltelager errichtet. Obwohl es nach ca. zwei Monaten wieder aufgelassen wurde, besteht Grund zur Annahme, dass sich in diesem Zeitraum insgesamt mindestens 400 Menschen aus dem gesamten Bezirk Neusiedl am See in dem Gebäude in Haft befanden. Es handelte sich dabei hauptsächlich um politische Gefangene und Angehörige der jüdischen Bevölkerung, denen man unter brutalen Methoden ihr Vermögen abpresste.
In seiner Diplomarbeit, entstanden 2014 am Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien, untersucht der aus Frauenkirchen stammende Historiker Matthias Lidy die Entstehung des Anhaltelagers und konnte dabei viele, bislang unbekannte Details recherchieren.


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