Theater

Das Abschiedsdinner



Was bedeutet uns Freundschaft und wie viel sind wir bereit, in sie zu investieren?

Wie allen modernen Paaren mangelt es auch Oliver und Catherine, wohlhabender Mittelstand, berufstätig, zwei Kinder, vor allem an einem: Zeit.

Um sich nicht immer wieder mit zwar langjährigen, aber mittlerweile eher lästig und uninteressant gewordenen Freunden treffen zu müssen, greifen beide die Idee ihres Freundes Boris auf: Noch einmal groß aufkochen, den besten Wein servieren, von den guten alten Zeiten schwärmen, fertig ist das perfekte "Abschiedsdinner" für die ahnungslosen Freunde, bei denen man sich danach nie wieder melden wird.

Die ersten Opfer ihrer zeitoptimierenden Maßnahmen sind Bea und Anton. Aber Anton kommt nicht nur überraschend allein, er kennt auch selbst die Idee des "Abschiedsdinners" und bemerkt sehr schnell, dass ihm gerade sein eigenes serviert werden soll.

Während Oliver und Catherine verzweifelt versuchen, sich aus der peinlichen Situation herauszuwinden, beginnt Anton mit allen Mitteln um seine Freundschaft mit Oliver zu kämpfen - und bringt damit nicht nur dessen Ehe, sondern auch so manche vermeintliche Wahrheit ins Wanken ...

Matthieu Delaporte und Alexandre de la Patellière haben eine leichte, schwebende Komödie voller kluger Pointen und geistreicher Spitzen geschrieben, die aber nie die entscheidene Frage aus den Augen verliert: Was bedeutet uns Freundschaft und wie viel sind wir bereit, in sie zu investieren?