World Music · Diverse Musik

Dakh Daughters


Zwischen Theater und Aktivismus, Kabarett und Punk: Die Dakh Daughters singen über Utopie, postsowjetische Depression, gegen den Krieg in der Ostukraine - kurz: Sie leihen der Sehnsucht nach einer lebbaren Zukunft ihre Stimmen.

In einem "ethnic chaos" aus Folklore und Subkultur mischen sie die politischen Verhältnisse in der Ukraine und darüber hinaus tanzbar auf. Im Grenzgebiet zwischen zwei taumelnden Imperien, zwischen Politik und Poesie, an der Grenze zum Wahnsinn: Freak-Cabaret. Ausgebrütet wurde diese explosive Mischung im bedeutenden freien und experimentierfreudigen Dakh Theater in Kyiv/Kyjiw.

"Ein Wirbelwind kam am Wochenende über das politisch im Umbruch befindliche Österreich. Mit ukrainischen Liedern wurde in der Halle G im Museumsquartier gegen Diktaturen angesungen. Der Nachklang von Revolution schwebte über den Wiener Festwochen: Die Dakh Daughters Band begeisterte mit 'Roses', ihrem von Vlad Troitskyi inszenierten 'Freak-Kabarett'. Es hat an Aktualität nicht verloren, auch wenn der tödliche Konflikt zwischen der Ukraine und Russland bis vor kurzem ein wenig in Vergessenheit geraten ist. Diese Performancegruppe, die Musik, Theater und Kabarett in flotten Nummern mischt, deckt mit Witz, Sarkasmus und auch Melancholie die derzeit prekäre Lage auf unserem Kontinent auf.

Die Dakh Daughters sind bereits legendär. Ende 2013 strömten die Bürger von Kyiv/Kyjiw in Massen auf den Hauptplatz ihrer Hauptstadt und machten den Maidan im Bekenntnis zu Europa zum Euromaidan. Dort traten auch sieben junge Frauen in Pelzmänteln auf und protestierten kunstvoll gegen Unterdrückung. Ihr erstes Lied, 'Rosen/Donbass', eine Collage aus Shakespeares Sonett Nummer 35, Volksliedern und allerlei Kauderwelsch, wurde zur Hymne des Widerstands.


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