Tanz · Theater

Dagmar Dachauer: Die Stadttänzerin stellt sich vor


Dagmar Dachauer gewann die Ausschreibung „Tanz-Choreografie-Residency Klagenfurt“. Im
Mai arbeitet die Tänzerin und Choreografin als Stipendiatin einen Monat lang in der Landeshauptstadt an ihrer neuen Solo-Produktion „Wunderbare Jahre“.

Durchgesetzt hat sich Dagmar Dachauer, weil das Solo „Wunderbare Jahre“ anlässlich des 200-Jahr Jubiläums des Wiener Kongresses historisch höchst relevant ist. „Dachauer versucht die strittige Qualität des österreichischen Nationalstolzes zu ergründen, indem sie den Walzer
mit ihrem tanzenden Körper aus einer zeitgenössischen Sicht befragt“, begründet die Kuratorin Ingrid Türk-Chlapek die Einladung nach Klagenfurt. „Im Jahr 1815 wurde Österreich mit seinem Wiener Kongress zum Gipfeltreffen der europäischen Diplomatie. Nach dem politischen Tagesgeschäft eilte man – eingehüllt in Walzerklänge – zu Empfängen, Gala-Diners und Bällen. Noch heute gehört der Dreivierteltakt zur österreichischen Identität. Sein Hm-ta-ta spiegelt Schlendrian, Weiterwurschteln und eine doppelbödige Bussi-Bussi-Mentalität.“

Dagmar Dachauer, 1988 in Linz geboren, arbeitet als freischaffende Tänzerin und Choreografin im In- und Ausland. Sie absolvierte ihren Bachelor an der Amsterdamse Hogeschoolvoor de Kunsten und vervollständigte ihre Ausbildung in den renommierten Brüsseler Perfor-ming Arts Research and Training Studios (P.A.R.T.S.) sowie in der Stockholmer Tanz- und Zirkusuniversität (DOCH). In Kärnten ist die 26-jährige keine
Unbekannte. War sie doch 2012 Artist in Residence im Center for Choreography Bleiburg/Pliberk (CCB) für das Projekt „Krazko“ nach Janko Messner.


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