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Kunstausstellung

Dagmar Buhr / Matthias Klos


Mit ihrer Installation verknüpfen Dagmar Buhr und Matthias Klos zwei Werkformen, die auf die Gegebenheiten des Ausstellungsraums wie auch des Stadtraums reagieren und diese reflektieren.

In Dagmar Buhrs Arbeiten wird Sprache zum Material. Text wird zum Bild, Sprache wird fragmentiert und neu kontextualisiert. Die Künstlerin arbeitet ortsbezogen/in situ. Ihre Installationen bespielen Ausstellungsorte nicht im traditionellen Sinn, sondern setzen sich räumlich und inhaltlich mit ihnen, ihrer Identität und Umgebung auseinander. Sie bewegen sich oftmals in Grenzbereichen zwischen institutionellem und öffentlichem Raum oder kehren räumliche Funktionen um. Matthias Klos' Fotografien entstehen beim Durchwandern des Stadtraums, werden frei Hand und stets aus Augenhöhe aufgenommen.

Sie bilden den Blick ab, der ihm als Flaneur, wie auch allen anderen, zugänglich ist. Seine Aufnahmen entstehen in urbanen Räumen, die abseits touristisch geleiteter Ströme liegen und ihre Gestalt durch das Austarieren profaner Notwendigkeiten des Alltags erhalten. In der für townsite. konzipierten ortsbezogenen Installation verbinden sich in-situ-Produktion und fotografische Recherche. Die Verknüpfung zweier Werkformen führt zu einer Kollaboration, die installatives Arbeiten als Entwurf einer immateriellen Struktur begreift.

David Eisl zeigt ein Gebirge aus 12 Schachbrettern, deren einzelne Felder jeweils ein eigenes Höhenniveau aufweisen. Eine Überlagerung von Karte und Landschaft, in welcher die komplexe Beziehung des Menschen zu seiner Umwelt und deren Repräsentationen sowie die Formung der Wahrnehmung durch so nützliche Hilfsmittel wie Karten, Apps etc. in Frage gestellt werden. Es geht nicht nur darum, wohin uns etwas bringt, sondern auch, was es aus uns und unserem Denken macht. Was wird also aus der kühlen Abstraktion des Schachspiels, wenn sein Kontrast zur (visuellen) Täuschung wird?

Was aus den mindestens ebenso abstrakten Werten, die es verkörpert, was aus der vermeintlichen Plan- und Berechenbarkeit der Welt? Während der 1. Teil der Ausstellung auf die Entfaltung eines auf einigen Grundregeln basierenden Formfindungsprozesses fokussierte, zerfällt die Gesamtform im 2. Teil in ihre 12 unterschiedlichen Einzelteile, was verdeutlicht, dass jedes der Bretter seinen eigenen Gipfel in der Mitte des Spielfeldes aufweist. Die Besucherinnen werden nun auch zu Spielerinnen und können sich auf den Brettern in einer aus oben genannten Überlegungen entwickelten Schachvariante versuchen, bei welcher die Zielsetzung nicht ist, den anderen König zu vernichten, sondern mit dem eigenen König als erste_r den Gipfel zu erreichen. Qualität der Aussicht vor Quantität der Alleinherrschaft.


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