Oper

Dafne


Mit »Dafne« setzt das Salzburger Landestheater seine Barockreihe fort, die nach der Auseinandersetzung mit Werken von Händel, Marcello und Vivaldi nun durch eine weitere interessante Rarität ergänzt wird. Nach fast drei Jahrhunderten wird der von Caldara in virtuose und affektreiche Arien verpackte Geschlechterkampf erneut unter freiem Himmel am Schauplatz des Heckentheaters gezeigt.

Der Stoff, aus dem die Opern sind. Seit der Geburtsstunde dieser Gattung war die griechische Mythologie immer wieder eine dankbare und gern gewählte Inspirationsquelle für Theaterschaffende, wobei die Figur der Daphne durch die Jahrhunderte immer wieder einen ganz besonderen Reiz auszuüben schien. Der in ganz Europa umworbene venezianische Meister Antonio Caldara ließ sich davon inspirieren, als er vom Salzburger Fürsterzbischof den Auftrag für ein neues Opernwerk erhielt. Das Dramma pastorale passte perfekt in die Naturkulisse des neu angelegten Heckentheaters im Mirabellgarten, das 1719 mit Caldaras »Dafne« eröffnet wurde.

Der Gott Apollo, auch als Febo bekannt, liebt die Nymphe Dafne und steigt vom Himmel herab, um seiner Angebeteten den Hof zu machen. Die wird allerdings bereits von Amyntas umworben und steht so auf einmal, von Gewissensqualen geplagt, zwischen zwei Männern. Dafne fleht die Götter an, ihre Gestalt, wegen der sie von allen begehrt wird, zu verändern. Ihre Gebete werden erhört und vor den Augen aller verwandelt sich Dafne in einen Lorbeerbaum. Apollo bleibt bei seiner Rückkehr in den Olymp nichts weiter als ein Zweig des Baumes, der ihn für immer an die Geliebte erinnern soll.

Von Antonio Caldara

Dramma pastorale per musica - Libretto von Abbate Biave / In italienischer Sprache

Musikalische Leitung Peter Ewaldt

Inszenierung Marco Dott

Ausstattung Bettina Richter

Choreographie Josef Vesely

Dramaturgie Katrin König

Besetzung:

Dafne Hannah Bradbury

Febo Armin Gramer

Aminta Kristofer Lundin

Peneo Marcell Bakonyi

Orchester Mozarteumorchester Salzburg

Tänzer Anastasia Bertinshaw, Iure de Castro, Andrii Lytvynenko, Vincenzo Timpa


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