Pop / Rock · Singer-Songwriter

Da Lenz / Thomas Andreas Beck


Nachdenklich, aber kein Kuschelrock: DaLenz aus Linz fährt eine eigene Schiene. Und inzwischen wird ihr Dialekt auch nicht mehr mit Englisch verwechselt.

Der Proberaum rechts hinten in einem Linzer Innenhof entspricht exakt dem, was man von einer Band so erwartet. Drums, kahle Wände, Gitarrenkoffer, eine Sitzecke. Und am Plafond ein Heizstrahler, der sich abmüht, den Raum zumindest notdürftig warm zu bekommen. Dass sie sich abmühen müssten, den Eindruck hat man von DaLenz dagegen nicht. Obwohl Max Grubmüller, Gerald Kiesewetter und Florian Kasper – bei Live-Auftritten verstärkt durch Wolfgang Bründlinger und Oliver Kerschbaumer – eine Dialekt-Band der (fast) ersten Stunde sind.

Noch früher dran war freilich die Band von Sänger Max’ Vater – sie hat bereits Mitte der Siebziger lieber aufs Oberösterreichische statt aufs Englische zurückgegriffen. Zu einer Zeit, in der nicht einmal zu erahnen war, dass das einmal in Mode kommen könnte. Und hat damit unwissentlich schon die Saat gelegt für DaLenz: Es ist eine Kassette dieser Formation, die Max Grubmüller irgendwann zufällig in die Hände fiel und „irrsinnig getaugt“ hat. Auch wenn diese Kassette schließlich in Vergessenheit geriet, so wurde aus der vormaligen Linzer Coverband („einer, wie es so viele gegeben hat“) um 2006 eine Band, die sich dem Dialekt verschrieb. Und die sich ihm auch weiter verschreiben will. Zweng der Authentizität warats.
Am Anfang unverstanden

„Als wir angefangen haben, waren wir noch relativ allein“, sagt Bassist Gerald Kiesewetter. So allein, dass sie nicht immer verstanden wurden. Und zwar im wahrsten Sinne: „Da haben einige geglaubt, das ist Englisch“, erzählt Max Grubmüller. Doch mittlerweile ist das freilich kein Thema mehr. Mittlerweile wird Dialekt in der österreichischen Musikszene ja salonfähig.
Eine g’mahte Wiesn, erzählen die Herren von DaLenz, sei es trotz des neuen Bekenntnisses zur Muttersprache nicht. Eher noch eine Gstättn. Vor allem für jene, die nicht auf der Mainstream-Welle mitpaddeln, sondern ihre eigene Strömung suchen. Jene, die weder Volkstümliche Musik oder Schlager noch Dialekt-Pop machen. „Wir sind irgendwo zwischen Ö3 und FM4“, reiht Gerald Kiesewetter die Band so Pi mal Daumen selbst ein. Obwohl sich die Burschen nicht gerne in eine Lade stecken lassen.

Der Vergleich mit Ostbahn-Kurti liegt trotzdem auf der Zunge. Und ein bisserl, sagt Max Grubmüller, freue das sogar. Immerhin sei der Musiker einer jener, die schon früh die Dialekt-Schiene bedienten. Und ein Vorbild. Trotzdem: Man will kein Abklatsch sein. Nicht einmal von ihm. Auch die Bezeichnung Austropop trifft es nicht ganz: „Das war eine Erfindung der Achtzigerjahre. Austropop ist super, weil es ihn nur bei uns in Österreich gibt. Aber man muss uns ‚jungen Bands’ auch zugestehen, dass wir eine andere Generation sind.“ Diese Generation zeigt jetzt deutlich auf.

Zwei Alben hat DaLenz bereits auf den Markt gebracht. Das erste – „Schwoazweis“ aus dem Jahr 2009 – ist das ruhigere davon. 2014 legten die Musiker mit „Ka Zeid“ schon etwas flotter nach, mischten unter die getragenen ein paar temporeichere Nummern. Beiden Alben gemein sind die eher nachdenklichen Texte, entnommen dem Alltagsleben.

Was zuerst ist – der Text oder die Melodie – können sie nicht sagen. Denn wenn erst einmal ein paar Akkorde da sind, dann erzählen die schon eine Geschichte, sagt Sänger Max, der gemeinsam mit Gerald Kiesewetter diese Geschichten in Worte gießt. Das Ergebnis ist Musik, „die aus uns kommt und die wir wollen. Ob das Pop oder Blues oder Soul oder Rock genannt wird, ist uns eigentlich ziemlich wurscht.“ Zweng der Authentizität warats.

Thomas Andreas Beck:

»Mutmacher zwischen Liedermacher und Austropop« - KRONE
»tabubruchreiches Mundartfeuerwerk« - NÖN,
»düster, zugleich sanft und schön.« - NEWS.
»...und erinnert das Publikum mit jeder Note, jedem Ton, jedem Wort an das eigene Leben, das man doch zu Hause lassen wollte. Irgendwie ist es eine schwarzhumorige und doch berührende Therapiestunde. So muss es sich anfühlen, wenn man darauf wartet, ob man für den Himmel, die Hölle oder das Fegefeuer bestimmt ist und mit den Mitwartenden ins Gespräch kommt.« - Michaela Golla | VALIDleben

Thomas Andreas Beck

Als Berater und Coach begleitete der 1968 in Wien Favoriten geborene Thomas Andreas Beck bisher mehr als 6000 Menschen bei der Überwindung ihrer Krisen und Verwirklichung ihrer Träume. Als Musiker spielte er seit seinem Comeback 2009 mehr als 100 Konzerte und veröffentlichte 3 Alben unter dem Pseudonym Tombeck: die beiden Studioproduktionen „Mei Herz brennt“ und „Freude“sowie den unplugged-Live-Doppelpack „Knistern“ (CD und Film). Derzeit wendet er sich von der klassischen Albumproduktion ab und produziert eine Serie von einzelnen Liedern. Den vielversprechenden Startschuss macht die Single „Grosse Mutter“und lässt mit seinen 50.000 Klicks auf Youtube auf eine weiter ansteigende Erfolgskurve schließen.

Beck greift in seinen Liedern Tabuthemen auf, benennt das Verdrängte, versteht es unvergleichlich pointiert wach zu rütteln und macht Mut. Seine klare Botschaft lautet „Alles in die größte Kraft“ - sowohl in seiner Arbeit für eine gesunde, nachhaltige Wirtschaft als auch als Coach und Musiker. „Tabubruchreiches Mundartfeuerwerk“ schreibt etwa die NÖN, „Oft düster, zugleich sanft und schön“ war im NEWS zu lesen.

Thomas Andreas Beck kreiert ein neues Genre, indem er es schafft, die Segmente seiner Berufsfelder zu einem gemeinsamen Ganzen zusammenzufassen: So beantwortet er in Form des Rockcoachs auf der Bühne Fragen des Publikums, als Keynotesinger begleitet er mit seiner Band musikalisch Kongresse in einer Symbiose aus Vortrag und Konzert, und in seiner Rolle als klassischer Austropopper tut er es seinen Vorbildern wie Georg Danzer und Wolfgang Ambros gleich.

Dementsprechend vielfältig lesen sich auch seine Referenzen: „Publikumssieger Wiener Hafen Open Air 2012“, mehrfach live am Wiener „Donauinselfest“, 2013 bei „Rock to Bethlehem“, mit dem Konzertfilm „Knistern“ im Kino, Kongresse „Tage der Zukunft“ im Stift Ossiach 2013, „Wachstum im Wandel Konferenz“, „Was im Leben wirklich zählt“ im Festspielhaus Bregenz 2014, oder ebenfalls 2014 Konzertlesungen mit Samuel Koch „Ein Abend, zwei Leben“.

Eine ständige Konstante in seinen Performances ist die Sprache: Dialekt muss sein, der Authentizität wegen. Beck: „Dieser Urausdruck meiner Emotionen, meiner Gefühle ist wienerisch und das bedeutet Dialekt. Dialekt ist ja weit mehr als eine andere Aussprache, Dialekt ist Kulturgut.“

Eine ebensolche Konstante stellt die Publikumsreaktion dar: Stets alle Gefühlswelten durchlebend, jedoch immer zutiefst emotional.

Thomas Andreas Beck spielt in verschiedenen Formationen und Arrangements, von „einfach so“ nur mit Gitarren- oder wahlweise mit Klavierbegleitung, bis über die druckvolle, akustische Variante („unplugged“) „Knistern“ mit Band bis hin zu „Kawumm“, - mit der vollbesetzten elektrischen Rockband.

Thomas Andreas Beck – Gesang, Gitarre
Thomas Mora – Bass, Gesang
Bernhard Krinner – Gitarre, Gesang
Valentin Oman – Keyboards, Harmonika
Christoph Schödl – Schlagzeug, Perkussion


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