Pop / Rock · Metal

Cult Of Luna & God Seed


Cult Of Luna | Den Mond anzubeten ist spätestens seit den alten Griechen eine gängige Praxis unter tagesabgewandten Melancholikern. Diese sagenumwobene siebenköpfige Band aus dem schwedischen Umea macht daraus einen regelrechten Kult. Seit 1999 experimentieren Cult Of Luna mit den fossilen Überresten des Hardcore und Metal unter Hinzunahme elektronischer Klangmasse. Sie fördern dabei atmosphärisch ungemein dichtes und doomiges, selbstredend nicht allzu lebensfrohes Material zutage, das sie in eine Reihe mit Bands wie Isis, Neurosis oder Mastodon rückt und gemeinhin unter dem Etikett Post-Metal abgehandelt wird.

Zeigten sich Cult Of Luna bei ihrem 2001er Debüt noch als angriffslustige Vertreter zähflüssiger, aber klassischer Metal-Kunst, widmet sich die Band zunehmend dem Aufknacken konventioneller Strukturen und Arrangements - ein Entwicklungspfad, der 2013 im Album "Vertikal" seinen vorläufigen Höhepunkt erreicht. Mit diesem, dem bereits sechsten Studio-Release beenden Cult Of Luna eine fünfjährige kreative Auszeit, die primär mit dem Kultivieren neuer Ideen und Einflüsse genutzt wurde und setzen, wie der Metal Hammer in seinem Review schreibt, "die Messlatte im Post-Rock-Bereich sehr weit oben".

Das Konzept von "Vertikal" basiert auf Maschinen, Wiederholungen und den klaren, linearen Strukturen der Bildsprache von Fritz Langs Science Fiction-Klassiker "Metropolis". Die triumphale Rückkehr einer der profiliertesten Bands der Post-Metal-Zunft gipfelt nun in einer gemeinsamen Tour mit den Finsterlingen von God Seed.

Besetzung: Johannes Persson: Gitarre, Gesang; Magnus Lindberg: Schlagzeug; Erik Olofsson: Gitarre; Andreas Johansson: Bass; Anders Teglund: Keyboards, Electronics; Fredrik Kihlberg: Gitarre, Gesang; Thomas Hedlund: Schlagzeug, Percussion

Aktuelle CD: "Vertikal" (2013), Indie Recordings
(c) Indie Records

God Seed | Die norwegische Metal-Szene wäre nicht dieselbe ohne die beiden prominentesten Protagonisten der Szene, King und Gaahl, die durch ihre Band Gorgoroth zu Ikonen des Black Metal wurden. Die Nachfolgeband God Seed entstand aufgrund eines Streits über den Bandnamen Gorgoroth. Sie wurde Sinnbild und Banner, unter dem die beiden weiß getünchten, finster grimassierenden Recken ihre Kunst seither weiter und zu neuen Höhen führen.

Ausverkaufte Clubs und einige der größten Festivals in Europa, darunter Headliner-Slots in Wacken, wo auch eine Live-CD/DVD entstanden ist, verhalfen zu weiterem Ruhm. Ab Herbst 2009 bis Mai 2011 waren King und Gaahl mit dem Schreiben, Arrangieren und Komponieren neuen Materials beschäftigt, das auf dem ersten, nicht mehr unter Gorgoroth-Vorzeichen eingespielten Werk "I Begin" Ende 2012 veröffentlicht wurde.

Auch das einzige Manko von God Seed, nämlich kein Stamm-Line-up vorweisen zu können, wurde inzwischen behoben. Mit Sir (Djerv, Trelldom) an der Gitarre, Kenneth Kapstad (Motorpsycho) am Schlagzeug, Geir Bratland (Dimmu Borgir, Apoptygma Berzerk) an den Keyboards und Lost Kilman (Grimfist) an der Gitarre haben Frontgaul Gaahl und Bassknecht King klingende Namen der norwegischen Musikszene rekrutiert, die God Seed auch zu einer kampftauglichen Live-Truppe aufrüsten.

Besetzung: Gaahl: Gesang; King: Bass; Sir: Gitarre; Kenneth Kapstad: Schlagzeug; Geir Bratland: Keyboards; Lust Kilman: Gitarre

Aktuelle CD: "I Begin" (2012), Indie Recordings


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