Theater

Cruel Expectations


In Cruel Expectations greifen Deborah Hazler und Milan Loviška in die Trickkiste des Slapsticks, um sich mit der Darstellung von Gewalt und Grausamkeit auseinanderzusetzen.

Gewalt fasziniert, sie ruft eine Bandbreite von Emotionen wie Empörung, Ekel, Erregung oder aber auch Empathie hervor. Situationskomik à la Buster Keaton kommt ohne sie nicht aus, Hazler und Loviška treiben es aber noch weiter. Schon die Genealogie des Begriffs „Slapstick“ zeugt von körperlicher Gewalt – er leitet sich von der Pritsche, dem Züchtigungsinstrument des Narren, her, die großen Lärm erzeugte, dem Geschlagenen aber keine ernsthaften Schmerzen zufügte.

Mit den Arbeiten von John Wood & Paul Harrison, Marina Abramović & Ulay, Bruce Nauman und Fischli/Weiss im Gepäck tastet sich das Duo Hazler und Loviška an den Grat heran, an dem fiktive in reale Gewalt übergeht. Dabei setzen die PerformerInnen der Banalisierung von Gewalt echte Brutalität entgegen und gehen dabei an ihre körperlichen Grenzen. Cruel Expectations spielt pointiert mit den (schlimmsten) Erwartungen des Publikums und den Emotionen, die die Darstellung von Gewalt auslösen kann.

KÜNSTLER

KONZEPT Deborah Hazler
KOSTÜM UND BÜHNE Anke Philipp
PERFORMANCE Deborah Hazler, Milan Loviška
UNTERSTÜTZUNG DRAMATURGIE Ursula Maria Probst


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