Pop / Rock

Cristin Claas


67 Days geht ganz zurück zu den Anfängen des Trios. Es ist der „claasische Mix“ - und zugleich der akustische Beweis, dass es für großen Klang kein Orchester, für tanzbare Grooves keine vielköpfige Band braucht. Christoph Reuters Vielseitigkeit macht an den Tasten nicht halt, Stephan Bormanns variables Gitarrenspiel ersetzt eine ganze Rhythmusgruppe, und das atemberaubende instrumentale Ping-Pong-Spiel der beiden verwächst zur organischen Einheit mit Cristins Claas‘ wandlungsfähiger Stimme, die eine Spannbreite vom leisen, intimen Hauch bis zur Intensität einer Soul-Diva spielend leicht in ihren eigenen Klangkosmos einzubinden vermag. Sie machen, was sie wollen: Der Titelsong schmeichelt dem Gehörgang, rhythmisch und elegisch zugleich, die Experimentierfreude bricht sich Bahn im orientalisch anmutenden Sound of Udu, und mit Blaublümelein ist seit langem mal wieder eine - sehr überraschende - Volkslied-Bearbeitung des Trios zu hören. Cristin Claas‘ lautmalerische Phantasiesprache, die immer dann zum Einsatz kommt, wenn kein passender Klang in deutscher oder englischer Sprache zur Verfügung steht, erzeugt mit dem schwungvollen Popyeni Nawa drei Minuten Kopfkino. Genauso wie African Gold, das nach einem Besuch bei Cristins in Namibia lebender Mutter entstand. „Ich habe den Song geschrieben, um mich jeden Abend dorthin versetzen, meine Gefühle teleportieren zu können.

Und das gelingt sehr gut: Diese Zeilen zu singen, befriedet das Fernweh besser als jedes Erinnerungsfoto oder Video. Es ist ein sehr intimer Gedankenflug, aber ich nehme das Publikum sehr gerne mit auf die Reise.“ Cristin Claas, Christoph Reuter und Stephan Bormann sind mit 67 Days wieder ganz bei sich, und die wiedergefundene Authentizität macht hörbar glücklich. Das soll so bleiben: „Wir wissen mehr denn je, wer wir sind. Dass wir lieben, was wir tun“, betont Cristin, stellvertretend für die Band. „Und wir sind damit seit Jahren erfolgreich - deshalb wollten wir eine Plattenfirma, die uns so nimmt, wie wir sind.“ Also haben sie einfach eine eigene gegründet: Suninga Records - benannt nach dem „Hit“ ihres Debüt-Albums Twilight, ihres ersten Songs in Phantasiesprache. Ganz unkompliziert.


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