Party

Couscous & Boris Hauf


Couscous hat mit dem in Berlin, Wien und Chicago aktiven Improvisationsmusiker Boris Hauf einen Seelenverwandten in Sachen Lärm, Chaos und Harmonie gefunden. „Eisen“ ist die Frucht der bereits beim letzten Album „Trans“ begonnenen Zusammenarbeit. Die unverblümte Art, Versatzstücke verschiedenster Kulturen mit dem eigenen musikalischen Schaffen zu vermengen, wird mit Hauf mehrfach angereichert. Sein druckvolles Baritonsaxophon und eine etwas ausgefranste Melodienseligkeit ergibt mit dem leicht windschiefen Couscous-Klanggebäude eine überraschend zugängliche Mischung.

Hier wird genussvoll und unbedarft mit Genres, exotischen und selbstgebauten Musikinstrumenten experimentiert. Industrielle Klangtexturen werden von polternder Perkussion und einer passiv-aggressiven Gitarre konterkariert, während sich im Vordergrund ungeniert eine türkische Saz produziert. Ein Bläsermeer aus Posaunen, Saxophon und Klarinette, Pianocluster und nicht zuletzt ein störrischer Bass bilden das wogende und feiste Fundament für diesen musikalischen Basar. Das Quintett bewegt sich an den Grenzlinien unterschiedlicher musikalischer Spielformen, Arrangements wechseln mit Improvisation ab. Am Ende nimmt die Gruppe einen Gegenpol zur äußerst schmal definierten eurozentrisch-zeitgenössischen Musik ein, Couscous & Hauf kümmern sich einfach um Musik der Gegenwart.

Martin Max Offenhuber (Kreisky): Baglama-Saz, Bass-Synthesizer, Ektar, Ghosttubes.
Thomas Binder-Reisinger (David Lipp & die Liebe): Gitarre, Guzli.
Ralph Wakolbinger (Die Buben im Pelz, Aber das Leben lebt, The Maybe Men): Drums / Perkussion.
Andreas Ledl (Hard-Chor): Bass, Klarinette.
Boris Hauf (Efzeg, Peeled Eye, Next Delusion, Boris Hauf Sextett u.v.m.) Baritonsax, Piano.


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