Jazz

Cory Henry & The Funk Apostles


Die meisten Fans gewann er als Groovegarant der Formation Snarky Puppy. Für seine jüngste CD „Revival“ aber besann sich Cory Henry auf seine Wurzeln: Songs, die er schon kennt, seit er vier war (auf YouTube sieht man ihn früh reif eine Hammond begrabschen). Gospelgottesdienste in Kirchen Brooklyns waren seine – einzige – musikalische Schule. Traditionsbewusst zieht er die passenden Register für „old fashioned sounds“. Kaum fängt er aber zu improvisieren an, sitzt der Jazzer mit an den Tasten. Und an den Pedalen: Weil Cory den Bass mit übernimmt, braucht er nur einen Schlagzeuger fürs „Revival“ – die klassische Besetzung seiner Lernjahre im „Greater Temple Of Praise“. Und so wird er in diesen Konzertabend einsteigen um im Laufe des Konzerts die Bühne um seine Funk Apostels zu erweitern.

Mit zwei Schlagzeugern und zwei Keyboardern, entsprechend viele Synthie-Sounds und gelegentlich ein Griff zum Vocoder wird diese Band das Republic zum Tanzen bringen. Kein Wunder, dass diese Band bei ihrer Version des Latinjazz-Klassikers „Caravan“ nie bis zum B-Teil vordringt. Stevie Wonder und Hancocks Headhunters lassen grüßen, Prince und Parliament-Funkadelic. Wenn also nach einer gospelbetonten Runde mit Corys Duo-Projekt „Revival“ seine Apostel auf die Bühne kommen, werden keine Gefangenen gemacht.


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