Pop / Rock

Corvus Corax


Die sogenannte Phantomzeit-Theorie behauptet, dass die rund 300 Jahre zwischen 614 und 911 n. Chr. nie stattgefunden haben. „Das erfundene Mittelalter. Die größte Zeitfälschung der Geschichte“ heißt ein einschlägiger Buchtitel zu diesem Thema, Die Experten streiten. Dabei ist eigentlich alles ganz einfach: Corvus Corax haben das Mittelalter erfunden. Kurz vor der großen Zeitenwende im Jahre 1989.

Wenn sich die Karriere von Künstlern über Jahrzehnte erstreckt, wird gern gefragt, was das Geheimnis ihres Erfolges sei. Die Gründe für den anhaltenden Erfolg sind vielschichtig. Drei Faktoren geben den Ausschlag: Zum einen entspringt die Musik von Corvus Corax gelebtem Spielmannstum. Mit nichts als den Instrumenten am Leib und einem Esel durch die Lande zu ziehen, war eine Schule, die mit dem Weg eines Handwerksgesellen zur Meisterschaft vergleichbar ist. Hinzu kommt Neugier. Interesse an Musik aus aller Welt, die das Repertoire von Corvus Corax um Stücke wie das chinesisch-stämmige „Chou Chou Sheng“ und um unzählige kleine und große exotische Instrumente bereicherte. Schließlich wäre da noch Wims Werkstatt, in der neben Sackpfeifen, Schalmeien und Trumscheiten auch eine eindrucksvolle Riesendrehleier oder die mächtigen Hörner entstanden, mit denen derzeit der archaische Norden heraufbeschworen wird. In kundigen Händen sorgen diese Schöpfungen für ein unverkennbares Klangbild.


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