Alte Musik · Klassik

Concentus Musicus Wien/ Nrebew Consort


Zur Eröffnung der Internationalen Barocktage Stift Melk hält die Antike Einzug in die Stiftskirche. Mit Purcells ›Dido and Aeneas‹, seiner brillanten Oper und zugleich einem der zentralen Werke der Musikgeschichte, nimmt sich das Festival des Liebens und Leidens eines Paares an, dem ein gemeinsames Glück nur einen kurzen Augenblick lang gegönnt ist. Das Schicksal der Liebenden mündet schließlich in einen der ergreifendsten Momente, die je komponiert wurden. Der Concentus Musicus Wien unter seinem Dirigenten Stefan Gottfried und eine Riege an herausragenden Sängerpersönlichkeiten lassen den Abend zu einem unvergesslichen Erlebnis werden. Erstmals auf dem Podium der Stiftskirche steht das Vokalensemble Nrebew Consort im Rahmen einer zukunftsweisenden Zusammenarbeit mit der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Und so wird das Barocktagepublikum Zeuge einer berührenden Liebesgeschichte im Herzen des Stiftes Melk, halbszenisch umgesetzt von Alexander Hauer.

Concentus Musicus Wien
Nrebew Consort
Johannes Hiemetsberger | Leitung
Stefan Gottfried | Dirigent
Alexander Hauer | Regie
Wallis Giunta | Dido
Michael Schade | Aeneas
Mari Eriksmoen | Belinda
Katharina Magiera | Sorceress
Johannes Bamberger | Sailor

Der Concentus Musicus Wien war über 60 Jahre lang Heimat und Urzelle des musikalischen Schaffens seines Gründers Nikolaus Harnoncourt. Die das Ensemble kennzeichnende Intensität und die fundierte, unmittelbar lebendige Auslegung der musikalischen Meisterwerke basierte stets wesentlich auf Harnoncourts Forderung an jeden einzelnen Musiker, aktiv mitzuvollziehen und persönlich zu durchdringen, warum jetzt gerade „so und nicht anders“. Das Ensemble – damit nicht nur ausführender, sondern vom Geist des Werkes erfasster musikalischer Partner – entwickelte auf diese Art unweigerlich seine spezifische musikalische Sprache, die es so unverwechselbar macht.

„Kunst ist immer neu“ – Nikolaus Harnoncourts Credo und elementar lebendige Triebkraft und das in jedem Einzelnen verankerte Erbe aus den gemeinsamen Jahrzehnten lässt auch nach seinem Tod nicht an ein Aufhören denken. Den zugeworfenen Funken weiter zu entfachen, immer neu zu aktualisieren und auf weiterhin zu eröffnende Perspektiven zu entflammen, ist heutiges Anliegen des Concentus Musicus.

Der familiäre Zusammenhalt der Musiker war dabei immer eine wichtige Grundlage. In diesem Sinn erneuert sich der Concentus Musicus von innen heraus: aus den eigenen Reihen kommend wird Stefan Gottfried als neuer künstlerischer Leiter zusammen mit Erich Höbarth und Andrea Bischof und gemeinsam mit dem Enkel Maximilian Harnoncourt die Zukunft formen und gestalten.

Die Tatsache, dass der große Musiker und Künstler Harnoncourt, der Generationen von Musikern geprägt hat, mit dem Concentus Musicus seine letzten großen Projekte verwirklicht hat (Mozarts Da Ponte-Zyklus, „Zauberflöte“ und das „Instrumentaloratorium“ der letzten drei Sinfonien, Beethovens Sinfonien und „Missa solemnis“), ist Auftrag und Herausforderung zugleich, diesen unverwechselbaren musikalischen Geist weiter zu tragen und weiter zu entfalten.


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