Klassik

Concentus Musicus Wien


Seine Vierte Sinfonie probte Beethoven zuerst im Herbst 1806 mit dem kleinen Hausorchester des Grafen von Oppersdorf im schlesischen Ober-Glogau, die Fünfte mit den Musikern des Fürsten Lobkowitz in Wien. 27 Stimmen umfasst das originale Aufführungsmaterial des einen Werkes, 23 das Material des anderen, beide sind in Prag erhalten. An diesen originalen Proportionen orientiert sich Nikolaus Harnoncourt in seiner Neudeutung der beiden Werke …

Nach dem Rückzug Nikolaus Harnoncourts von der Bühne im Dezember 2015 wurde der Beethoven Zyklus der styriarte 2016 mit neuen DirigentInnen neu aufgesetzt.

Dieses Projekt übernimmt Andrés Orozco-Estrada (38) aus Kolumbien:
Als 2005 ein junger Kolumbianer mit Studienanschrift Wien Chefdirigent des Grazer Orchesters recreation wurde, hätte sich kaum jemand träumen lassen, dass Andrés Orozco-Estrada neun Jahre später eines der bedeutendsten Orchester Europas als Chef leiten würde: das hr-Sinfonieorchester in Frankfurt. Dort gestaltet er heuer einen Beethoven-Zyklus: alle neun Sinfonien in vier Konzerten, ganz ähnlich wie bei der styriarte, nur nicht auf historischen Instrumenten. Was Orozco zum Ziel seiner Beethoven-Interpretation erklärte, das wird ihm auch in Graz mit dem Concentus Musicus Wien gelingen, nämlich, „mit dem Orchester eine gemeinsame Sprache zu finden“. Auch am Pult des Concentus Musicus möchte er Beethovens Sinfonien „sprechen lassen“.


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