Tanz · Theater

Company Wayne McGregor - Autobiography


Dynamisch, kraftvoll und hautnah! Ausgehend von den Ursprüngen menschlichen Lebens verbildlicht die Company Wayne McGregor in „Autobiography“ eindrucksvoll, was Individualität ausmacht.

Dynamisch, kraftvoll und hautnah sowie stets im Spannungsfeld zwischen Tanz, Film, Musik, Technologie und Wissenschaft: so präsentieren sich die Arbeiten des britischen Starchoreografen Wayne McGregor. Für seine brandneue Kreation „Autobiography“, die im Oktober 2017 in London Premiere feierte, begab sich der Hauschoreograf des Londoner Royal Ballet in seine bisweilen vielleicht mutigste und intimste Zusammenarbeit: Im Sommer 2017 haben weltweit führende Genetiker sein vollständiges Erbgut analysiert und durch die Entschlüsselung seines Genoms eine gänzlich neue Dimension seiner Biografie freigelegt. Ausgehend von den Ursprüngen menschlichen Lebens bringen zehn Tänzerinnen und Tänzer diese ganz persönliche Lebensgeschichte nun auf die Bühne und verbildlichen eindrucksvoll, was menschliche Individualität ausmacht.

Choreografie Wayne McGregor
Musik Jlin
Bühne Ben Cullen Williams
Lichtdesign Lucy Carter
Tanz Company Wayne McGregor

Der Mensch als Tänzer in einer Hightech-Welt
Wayne Mc Gregor, Hauschoreograf des Londoner Royal Ballet, gastiert mit seiner neuen Arbeit "Autobiography" gleich zweimal in Österreich.
Im Einführungsvortrag erläutert Set Designer Ben Cullen Williams, wie er das Thema DNA gemeinsam mit Lucy Carter in seinen Lichtinstallationen umgesetzt hat. Die geometrischen Figuren der Grundsteine des Lebens haben den jungen Designer inspiriert, meterhohe Dreiecke, die in grellen Farben mittels Leuchtbalken angestrahlt werden, über den Tänzern zu platzieren. Die monströsen Lichtobjekte werden, ähnlich wie sich der DNA-Code in jeder einzelnen Zelle des Lebens manifestiert, in die Handlungen der Tänzer integriert. Daraus entsteht ein Gesamtkunstwerk aus Tanz, Bühne, Licht und Musik. Die Tänzer der 1992 gegründeten Company Wayne Mc Gregor reagieren auf die Bewegungen der Installation, müssen ausweichen, oder am Boden verharren, wenn sich die Aluminiumdreiecke nur wenige Zentimeter über den Boden befinden.
Um auf den zahlreichen Bühnen der Tournee mit diesem Konzept arbeiten zu können, wurden die Metalldreiecke flexibel gebaut, um diese den jeweiligen Auftrittsorten anzupassen.

Jede Performance ist ein Unikat
Die Abläufe der Performances werden per Computer durch Zufall vor jedem Auftritt neu generiert. Dadurch gibt es keine fortlaufende Geschichte die erzählt wird, sondern ein Aneinanderreihen von Zufälligkeiten, die den Zuschauern die vielen Möglichkeiten des Lebens vor Augen führen. Die Autobiographie, die sich kaum steuern lässt und von vielen Zufälligkeiten abhängt.
Wie Wayne Mc Gregor und Ben Cullen Williams dem Tanzstück eine zufällig entstandene Story zu Grunde legen, so begleitet auch die Musik der amerikanischen Künstlerin Jlin und der Unsound Productions mit einer Abfolge von Technosalven, Corellis Barockstücken und elektronischen Beats die Tänzer.
Die Mitglieder der Company Wayne Mc Gregor bewegen sich in diesem von Zufall vorgegebenen Bedingungen wie im Fluss des Lebens. Genau und sehr bedächtig werden die Herausforderungen in einer Gemeinschaft ausgelotet. Obwohl die Tänzer mit Schritten, die sich an den Geburtsdaten Mc Gregors orientieren, arbeiten, scheint jedes für sich selbst als Individuum, eingebettet in seiner gesellschaftlichen Umgebung zu handeln.

Ein rauschendes Gesamtkunstwerk des Lebens in einer bahnbrechenden Choreographie
Wayne Mc Gregor: Each of our bodies is an archive of our own experience. We all have this amazing lives within us that we write over and over.
„Autobiography“ versetzt den Zuschauer in ein Staunen über das Leben, die immer wiederkehrenden Geschichten, eingebettet in eine Gesellschaft, bestimmt von dem Code des Lebens, der DNA.


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