Film · Diverse Musik

Comic Film Musik I


Jenseits von Hollywood, Marvel, DC und 3D-Bombastik: kurze und lange Fingerübungen mit Stift und Computer. Sound-Track: Musik-Geräusche/Geräusche-Musik. Anime Sound. Und noch mehr schriller Pop

„Alle Geräusche der Welt sind Musik“ (Jean Michel Jarre, 2015); „Der Unterschied zwischen Lärm und Musik ist nur, ob man hinhören will oder nicht“ (Bruno Spoerri, 2015): Computer, elektronische Musik, die sogenannte Digitale Wende, haben in den letzten drei Jahrzehnten die Bewegtbild-Kunst und den Animationsfilm insbesondere massiv verändert. Die Möglichkeiten der Gestaltung von Bild und Ton haben sich ins vermeintlich Unendliche, animierte Bild-Ton-Folgen sind allgegenwärtig. Wo es ums Kino oder um das, was davon übrig blieb, geht, gehören die grossen Hollywood-Studios – DreamWorks, Walt Disney, Pixar, Cartoon Network – noch heute zu den Global Players; die Trickfilmkunst erreicht da fast im Jahrestakt einen weiteren Meilenstein ihrer Perfektionierung. Doch Hollywood ist inzwischen rund um die Welt mächtige Konkurrenz erwachsen. In Europa, Lateinamerika und in Asien, insbesondere in Japan, wo die in den 1960ern aus dem Geist der Gegen- und Untergrundkultur geborene Anime sich in den 1980ern in eine Mainstream-Bewegung verwandelte und heute als eines der wichtigsten Verbreitungsmedien des japanischen Kulturgutes gilt. Die Klangspuren zeigen, als Kontrapunkt zu dem ersten, den Anfängen gewidmeten Programm, einen kleinen kunterbunten Strauss aus dem heutigen globalen Animationsfilmschaffen. Dabei sollen Augen- bzw. Ohrenmerk zum einen auf der Bild-Narration, zum anderen auf dem elaborierten Umgang mit dem Sound liegen. Nebst den Werken arrivierter Meister wie Georges Schwizgebel und Don Hertzfeldt sollen Newcomer stehen, nebst japanischen Animes als Beispiel für ein weiteres, grosses Feld heutiger Animationsfilmkunst und Musik-Videos, die dem Comic-Filmschaffen Reverenz erweisen.

Irene Genhart Auswahl


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