Theater

Collateral Damage


Eine menschliche Skulptur bewegt sich in einer Haut aus Frischhaltefolie und bricht schließlich aus. Schönheitsoperationen werden geplant und erklärt. Seile binden und verbinden. Alle Gründe, warum Länder Grenzen haben. Und: Was sind eigentlich die Kriterien für gutaussehende Genitalien?

To protect. To control. To label. To discipline. To keep out. To keep in. To take possession. To not become too big. To not become too small. To be one.

Insbesondere weibliche Körper werden immer wieder zu Austragungsorten von gesellschaftlichen Konflikten: Mütter gebären Kinder im Namen der Nation, Vergewaltigung wird im Namen des Kriegs als militärische Strategie eingesetzt, Körper werden im Namen der Schönheit beschnitten.

Mitunter mit einer Portion Galgenhumor zeigt das österreichisch-norwegische Duo ROHN/WÆRSTED in der Live Art-Performance Collateral Damage provokative Verbindungen zwischen Nation und Schönheit, Krieg und Mutterschaft, plastischer Chirurgie und Identität auf.

Die Performance bewegt sich an den Reibungspunkten zwischen zeitgenössischem Tanz, visueller Kunst, Theater und Genderforschung, begleitet von Originalkompositionen und dokumentarischen Soundcollagen der norwegischen KomponistInnen Charlotte Piene und Steinar Yggeseth.

Die Performance spielt in Englisch, die Sprache steht jedoch nicht im Vordergrund.

Mitwirkende:

Konzept, Produktion, Performance: Signhild Wærsted und Hanna Rohn

Komposition: Charlotte Piene und Steinar Yggeseth


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