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Tanz

Cloud Gate Dance Theatre - Rice


Der Name der Kompanie bezieht sich auf uralte Tänze, die angeblich am Hof von Huáng Dì, dem mythischen Kaiser am Beginn der chinesischen Kultur, gepflegt wurden. Tatsächlich hat das Cloud Gate Dance Theatre auch traditionelle Stücke in seinem Repertoire. Doch weltberühmt wurde Cloud Gate als erste professionelle Modern-Dance-Kompanie Taiwans.

Wer durch das Wolkentor treten will, der muss nicht nur chinesischen Tanz, klassisches Ballett und zeitgenössischen Tanz studieren, sondern auch Meditation, Qi Gong, die Internal Martial Arts, bei denen sich alles um Atmung und Energieflüsse dreht — und Kalligraphie.

Die 1974 von Lin Hwai-min gegründete Kompanie gilt als einer der wichtigsten Kulturbotschafter Taiwans und tritt zu Hause vor bis zu 60.000 Besuchern auf. Die Stadtregierung von Taipeh machte 2004 den 21. August, den Eröffnungstag der 30. Saison der Kompanie, offiziell zum Cloud-Gate-Tag und benannte die Straße, in der die Kompanie residiert, in Cloud-Gate-Straße um.

Zum 40-jährigen Bestehen seiner Kompanie hat Cloud-Gate-Gründer Lin Hwai-min „RICE" kreiert. Das Stück ist eine epische Hommage an die asiatische Heimat des Choreographen. Reis ist das wichtigste Grundnahrungsmittel für den größten Teil der Menschheit, jährlich werden an die 720 Millionen Tonnen Reis angebaut und geerntet. In vielen, vor allem in den asiatischen Kulturen hat Reis auch eine spirituelle Bedeutung, häufig als Symbol für Fruchtbarkeit und Leben, in China aber auch für den Tod.

In Lin Hwai-mins Tanzstück wird der Lebenszyklus eines Reiskorns, das Säen, Wachsen, Ernten und Vergehen zum Symbol für den ewigen Kreislauf des Lebens an sich. Begleitet von traditionellen chinesischen Volksliedern, Zitaten aus bombastischen Wagner-Opern und den zarten Klängen, die der Wind hervorruft, wenn er durch ein Reisfeld streift, erzählt „RICE" in hochtheatralischen Bildern vom Leben und vom Tod und vom achtsamen, respektvollen Umgang mit der Natur.

Ob Lin Hwai-min als Autor oder als Tänzer bzw. Choreograph berühmt werden würde, war lange Zeit alles andere als klar. Zwar wurde der 1947 geborene Taiwanese schon als Schüler vom Modern-Dance-Virus infiziert, mit der Veröffentlichung von Kurzgeschichten verdiente er allerdings sein erstes Geld, das er prompt in seinen ersten Tanzworkshop investierte.

Ende der Sechzigerjahre ging Lin in die USA, um in Missouri ein Journalistik-Masterstudium zu absolvieren; gleichzeitig aber lernte er bei Martha Graham und Merce Cunningham, zwei der größten Ikonen des zeitgenössischen Tanzes. Als er 1972 nach Taiwan zurückkehrte, war seine Lebensentscheidung endgültig gefallen: Er gründete das Cloud Gate Dance Theatre of Taiwan. Heute ist Lin Hwai-min längst selbst eine Legende mit jeder Menge Auszeichnungen und (Ehren-)Professuren auf der ganzen Welt.


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