Tanz · Theater

Climax


Yasmeen Godder hat ihre Kindheit in Israel verbracht, in den 1980er Jahren lebte sie in der New Yorker Punkszene und studierte verschiedene Formen des zeitgenössischen Tanzes. Seit ihrer Rückkehr nach Tel Aviv-Jaffa, mitten hinein in ein kompliziertes politisches Geschehen, arbeitet sie als Choreografin.

Für Climax greift sie erstmals auf ihr persönliches Archiv von Bewegungsmaterial zurück, ein Amalgam ihrer Eindrücke als Fremde in der Fremde und als Fremde in der eigenen Heimat. In einem Ausstellungsraum werden die Zuschauer Zeugen und Konfrontierte bizarrer Aktionen der Tänzerinnen und Tänzer. Mit verstörenden, kraftvollen Gesten sozialer und politischer Konnotationen setzen diese einen ebenso poetischen wie dramatischen Prozess in Gang, der jede Art von Distanzierung unmöglich macht. Unterschiedslos kann sich jeder frei im Raum bewegen und formt zugleich diese temporär-ephemere Gemeinschaft mit.



Yasmeen Godder gastiert erstmalig bei den Wiener Festwochen.



Je feiner und sparsamer Yasmeen Godder körperliche Mittel setzt, desto schonungsloser ist deren Wirkung. Im Verlauf des Abends stülpen sich in immer neuer Qualität Innenwelten nach außen und legen Verborgenes frei. Den existenziellen Fragen nach dem Verhältnis von Stärke und Schwäche, Macht und Ohnmacht, Individuum und Masse und dem Ringen um menschliche Empfindsamkeit sind alle Teilnehmer gleichermaßen ausgeliefert.

Choreografie Yasmeen Godder
Künstlerische Mitarbeit und Dramaturgie Itzik Giuli
Kostüme Adam Kalderon, Tami Lebovits
Installation Edu Turull Montells
Licht Omer Sheizaf
Soundinstallation Eran Sachs, Tomer Damsky
Beratung Ido Feder
Administration und Produktion Guy Hugler
Internationales Touring As is presenting arts

Mit Shuli Enosh, Dor Frank, Yuli Kovbasnian, Uri Shafir, Edu Turull Montells, Ofir Yudilevitch


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