Theater

Claus Peymann im Gespräch mit Intendant Florian Krumpöck


Kurhaus Semmering

2680 Semmering

Sa., 05.09.2020

16:00
Corona-Virus: Ab 29. Mai sind Veranstaltungen bis 100 Personen wieder erlaubt. Ab 1. Juli bis 250 Personen, ab 1. August für 500 bis 1.000 Personen. Sicherheitsregeln gelten weiterhin.

„Wer Peymann näher kennt, weiß, dass er eine Art Wohngemeinschaft ist. In ihm sind ein eleganter Herr gemeldet, ein trotziger, wunderbar verspielter Kindskopf, ein Grantscherm mit Tobsuchtsneigung, ein brillanter politischer Analytiker, unfähig zum Opportunismus. Daneben findet sich ein harmoniesüchtiger Zauderer, ein harscher Kolonialist - und ein behutsamer Entwicklungshelfer. Jeden Morgen [...] werde per Ziehung entschieden, welcher Peymann Ausgang erhalte.“ - André Heller, 1999

Wohl kaum eine zweite Bühnenpersönlichkeit hat in den vergangenen Jahrzehnten so viel Beachtung und Würdigung erhalten, aber auch Kritik und Aufregung provoziert wie Theaterlegende Claus Peymann. Als umjubelter Regisseur, leidenschaftlicher Intendant, impulsiver Geschäftsführer, enger Freund und Mentor des Einzelgängers Thomas Bernhard sowie vieler anderer berühmter Autoren hat er Theatergeschichte geschrieben. In der magischen Atmosphäre des Semmeringer Kurhauses wird es diesen Sommer möglich sein, Claus Peymann, der für Interviews nicht selbstverständlich zur Verfügung steht, im Rahmen eines Künstlergesprächs von einer ungewöhnlich persönlichen Seite kennenzulernen.

„Ich bin ja nicht 1937 geboren. Da bin ich als Claus Peymann in Bremen geboren. Geboren bin ich 1968. Oder in den 60er, 70er-Jahren hier in Stuttgart. Das ist eigentlich meine wirkliche Geburt. Und mein Wahn, dass ich noch immer glaube, wie ein Mammut, der gar nicht mehr in die Zeit passt, dass das Theater wirklich zuständig ist für Utopien, zuständig ist für die Verbesserung der Welt, für größere Gerechtigkeit.“ - Claus Peymann, 2018